Gefängnis für Ex-Imtech-Bosse

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Die ehemaligen Imtech-Bosse müssen ins Gefängnis Symbolfoto: thinstock
Hamburg: Sievekingplatz 1 |

Wegen „Untreue“: Hamburger Landgericht verurteilt Klaus B. und Jörg Sch. zu Haftstrafen

Wandsbek Es war ein „Freundschaftsdienst“ zwischen zwei Männern, die sich seit vielen Jahren kannten: Klaus B. (62) und Jörg Sch. (72). Beide ehemalige Vorstandsmitglieder der niederländischen Skandal-Firma Imtech. In der deutschen Niederlassung an der Hammer Straße in Wandsbek hatten sich die Ex-Bosse aus der Firmenkasse bedient. Wegen „Untreue“ wurden sie jetzt von dem Hamburger Landgericht zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt: Klaus B. muss für drei Jahre und elf Monate ins Gefängnis. Jörg Sch. erhielt drei Jahre. Eine Bewährung ist bei Strafen in dieser Höhe ausgeschlossen. Laut Anklage hatte Klaus B., der Ex-Geschäftsführer an der Hammer Straße, 2,8 Millionen Euro aus der Firmenkasse entnommen, um damit seinen Freund und Vorgänger in der Imtech-Geschäftsleitung zu unterstützen. Durch internationale Geschäfte, die schief liefen, war der bekannte Hamburger Geschäftsmann Jörg Sch. in finanzielle Turbulenzen geraten. Auch die veruntreuten 2,8 Millionen Euro konnten ihm am Ende nicht helfen. Die inzwischen insolvente Firma Imtech ist auch in den Skandal um den Berliner Flughafen verwickelt. Das Landgericht Cottbus hatte Klaus B. deshalb bereits im Oktober 2016 wegen Bestechung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt. (je)

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