Hamburger Zoll beschlagnahmt 115.000 Potenzpillen

Anzeige
Potenzmittel beschlagnahmt: Fahnder des Zollfahndungsamtes Hamburg haben in Hamburg und Schleswig-Holstein 115.000 Potenzpillen und Bargeld sichergestellt Foto: Zollfahndungsamt Hamburg

Hunderte von Käufern der „Helferlein“ müssen mit Ermittlungen rechnen

Hamburg/Harrislee Fahnder des Zollfahndungsamtes Hamburg stellten im Februar in Hamburg und Schleswig-Holstein mehr als 115.000 Potenztabletten sicher. Zudem wurden 3.000 Euro Bargeld sichergestellt und 65.000 Euro auf Bankkonten eingefroren. Der Hamburger Zoll wurde durch eine Postsendung aus der Ukraine im April 2016 auf ein Ehepaar in Harrislee aufmerksam. In dem Paket befanden sich 2.500 Potenztabletten. Bei der Durchsuchung der Wohnung der zwei Tatverdächtigen wurden dann weitere 111.000 Potenzpillen und das Bargeld gefunden. Nach derzeitigen Ermittlungen wurde der Verkauf der „Helferlein“ über das Internet und verschiedenen Bankkonten abgewickelt.vMit Hilfe eines „dinglichen Arrests“ konnten die Konten der Tatverdächtigen eingefroren werden. Eine geplante Russlandreise konnte das Ehepaar nicht antreten. Der Zoll beschlagnahmte ihre Pässe.

Pillen im Wert von 500.000 Euro

„Wir haben es hier mit einer der größten jemals in Norddeutschland sichergestellten Mengen Potenzmittel zu tun. Wir müssen davon ausgehen, dass auch schon erhebliche Mengen verkauft wurden“, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg. Weitere Ermittlungen und Aussagen der Beschuldigten brachten die Zöllner auf die Spur einer dritten Person in Hamburg. Auch seine Wohnung wurde durchsucht und 4.000 Potenztabletten sichergestellt. Der Wert der beschlagnahmten Pillen auf dem Schwarzmarkt soll bei 500.000 Euro liegen. Gegen die Tatverdächtigen wird weiter ermittelt.

Käufer im Visier

Es wurden auch mehrere hundert Abnehmer der Potenzpillen identifiziert. Auch sie müssen mit Ermittlungen des Zolls rechnen. (ngo)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige