Handtaschenräuber muss für 21 Monate ins Gefängnis

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Der Handtaschenräuber Patrick T. muss für ein Jahr und neun Monate hinter Gitter Symbolfoto: thinkstock

Patrick T. hatte unter Tränen den Überfall auf die junge Frau gestanden

Wandsbek/Jenfeld Weil er seiner Ex-Freundin die Handtasche raubte, muss Patrick T. (25) für ein Jahr und neun Monate ins Gefängnis. So das Urteil des Amtsgerichts Wandsbek.
Der Überfall hatte sich am 22. Juni gegen 4 Uhr morgens im Jenfelder Brekkamp ereignet. Der Angeklagte hatte sich von hinten an die angetrunkene junge Frau (28) herangeschlichen und ihr die Handtasche entrissen. Die Frau schlug bei dem Überfall mit dem Kopf auf den Boden und erlitt eine stark blutende Wunde an der Stirn. Die Beute war gering. In der Tasche befand sich nur ein Handy. Die harte Strafe erklärt sich aus dem langen Vorstrafenregister. Immer wieder hatte Patrick T. Straftaten begangen, um seiner Drogen-und Spielsucht nachzugehen.

Unter Tränen gestanden


Vor dem Wandsbeker Schöffengericht hatte Patrick T. unter Tränen den Überfall auf die junge Frau gestanden. Er habe die Tat begangen, weil er selbst von einem Spielhallenmitarbeiter und einem Drogendealer aus Jenfeld erpresst worden sei. Die Männer hätten von ihm immer wieder Geld verlangt. Der Angeklagte: „Sie haben sogar damit gedroht, meiner Mutter und meiner Freundin etwas anzutun!“
Für das Gericht kein Grund, Milde walten zu lassen. Die Richterin: „Eine Erpressung rechtfertigt niemals einen Raub. Die Lösung in so einer schwierigen Situation ist nicht, Raubtaten zu begehen. Sie hätten die Erpressung der Polizei melden müssen.“ (Je)
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