Herd in der Wohnung angelassen

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Julia W. muss wegen ihrer Unachtsamkeit eine Geldstrafe von 800 Euro bezahlen Symbolfoto: thinkstock

Geldstrafe wegen fahrlässiger Brandstiftung

Wandsbek/Eilbek Wenn die eigene Wohnung brennt, gibt es Ärger genug. Hat der Mieter durch Unachtsamkeit das Feuer selbst verursacht, droht ihm auch noch eine strafrechtliche Verfolgung. So erging es der Angeklagten Julia W. (26), die sich wegen fahrlässiger Brandstiftung vor dem Amtsgericht Wandsbek verantworten musste. Sie hatte am 21. November 2016 gegen 14.30 Uhr in der Küche ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Friedenstraße eine Herdplatte eingeschaltet. Dann verließ sie die Wohnung, ohne den Herd auszuschalten. Die Unachtsamkeit hatte Folgen. Durch die Hitze der Platte fingen eine Kaffeemaschine, ein Toaster und ein Plastikgebinde Feuer. Die Flammen griffen auf eine hinter dem Herd befindliche Holzwand und die Abzugshaube über. Nachbarn riefen die Feuerwehr. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. In der Wohnung der Angeklagten entstanden dennoch schwere Schäden, insbesondere durch Rauchgasniederschläge und Abplatzen des Deckenputzes. Zum Verhandlungstermin war Julia W. nicht erschienen, wie auch zuvor schon zu der polizeilichen Vernehmung. Möglicherweise hat sie die Ladung nicht bekommen. Der Richter: „Hoffentlich ist sie durch das Feuer nicht obdachlos geworden.“ Gegen die Angeklagte wurde ein Strafbefehl erlassen. Julia W. muss wegen ihrer Unachtsamkeit eine Geldstrafe von 800 Euro bezahlen (40 Tagessätze à 20 Euro). Der Amtsrichter: „Das wird sie künftig immer daran erinnern, sich aufmerksam in ihrer Wohnung zu verhalten!“
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