Kirchensilber gestohlen

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Die Wandsbeker Christuskirche zeichnet sich vor dem sonnigen Morgenhimmel ab Foto: fbt

Unbekannte brechen am Reformationstag in Christuskirche ein

Wandsbek Einbrechern in Hamburg ist offenbar nichts mehr heilig. Bisher unbekannte Täter brachen am Reformationstag nachts in die Wandsbeker Christus-Kirche ein, knackten den Tresor in einem Vorraum der Kirche und stahlen das gesamte Kirchensilber. Der kleine Kirchenraum wurde vollständig verwüstet. Damit nicht genug. Um die Spuren ihres Einbruchs zu beseitigen, versprühten die Diebe den vollen Inhalt eines Feuerlöschers in der Kirche. „Es tut mir leid, dass es bei uns im Moment so aussieht, wie auf einer Baustelle“, entschuldigte sich Pastor Richard Hölck bei den mehr als 100 Gottesdienstbesuchern am Sonntagmorgen. Nach der Spurensuche der Polizei war es den Mitarbeitern der Christus-Kirche noch nicht ganz gelungen, das Chaos, das die Einbrecher angerichtet hatten, zu beseitigen. Der Einbruch ist ein Schock für alle Mitglieder der Kirche. So musste am Sonntagmorgen auch bei der Taufe des kleinen Samu (ein Name aus dem Finnischen) improvisiert werden. Die silberne Taufschale war nicht mehr vorhanden. Die Kirchengemeinde behalf sich mit einer wunderschönen blauen Glasschale, die auch Samu gefiel. Er lachte dem Pastor bei der Taufe entgegen.
Verschwunden leider auch die Bronzeengel, die üblicherweise die Tauffeier in der Christus-Kirche verzieren. Zwei Gemeindemitglieder halfen aus. Sie hatten von dem Einbruch gehört und brachten „private“ Engel mit. Pastor Hölck: „Man kann uns beklauen bis zum Gehtnichtmehr. Aber Engel kann man nicht stehlen!“
Allein der materielle Wert des gestohlenen Kirchensilbers liegt bei etwa 30.000 Euro. Wandsbeker, die verdächtige Personen an der Christus-Kirche gesehen haben, möchten sich bitte bei der Polizei melden. (je)
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