Kriminalität in Wandsbek

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Die Einbruchszahlen sanken in Wandsbek um mehr als 16 Prozent Symbolfoto: thinkstock

Entwicklung der Straftaten im Bezirk durchschnittlich – Aufklärungsrate gering

Wandsbek Die Hamburger Polizei hat im vergangenen Jahr in den 18 Stadtteilen des Bezirkes 34.204 Straftaten registriert. Das ist ein minimaler Rückgang, während die Kriminalität in ganz Hamburg um 1,9 Prozent sank. Wandsbek liegt damit gemeinsam mit Eimsbüttel im Mittelfeld der sieben Bezirke. In Harburg, Altona und Mitte sanken die Zahlen am deutlichsten, in Nord und Bergedorf stiegen sie dagegen deutlich. Mit 39,8 Prozent liegt die Aufklärungsquote in Wandsbek fast fünf Prozentpunkte unter der für die ganze Stadt. Diese Zahlen gehen aus dem Stadtteilatlas der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 hervor. Demnach wurden die meisten Straftaten in Rahlstedt verübt (6.679), dahinter Wandsbek (4.832) und Bramfeld (3.820). Die deutlichsten Rückgänge gab es in Tonndorf (-13,0 Prozent) und Steilshoop (-11,1 Prozent). Gegen den Trend verlief die Entwicklung in Rahlstedt (+9,5 Prozent) und Jenfeld (+4,5 Prozent).

Weniger Einbrüche, mehr Autodiebstähle

Die Entwicklung bei den einzelnen Delikten ist im Bezirk ganz ähnlich wie der Durchschnitt. Unterschiede gibt es etwa bei Raubüberfällen. Hier kam es zu einer Zunahme von 15,4 Prozent, während die Zahlen in Hamburg um 8,9 Prozent zurückgingen. Auch bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung liegt Wandsbek (+3,2 Prozent) über dem Gesamttrend (+0,9 Prozent). Ähnlich sieht es auch beim Diebstahl aus. Beim Einbruch konnte die Polizei dank vieler Schwerpunkteinsätze deutliche Erfolge erreichen. Insgesamt sank die Zahl der Taten um 16,6 Prozent, die Aufklärungsquote stieg deutlich. Im Bezirk Wandsbek war der Rückgang mit 7,6 Prozent weniger ausgeprägt. Vor allem in den Walddörfern, aber auch in Wandsbek (+8,7 Prozent) und Rahlstedt (+6,2 Prozent) nahmen die Einbrüche sogar zu. Nahezu halbiert haben sich die Zahlen dagegen in Steilshoop und Eilbek. Die Zahl der Autodiebstähle nahm insgesamt nur leicht zu, im Bezirk Wandsbek dagegen um 17,6 Prozent. Vor allem in den Walddörfern waren die Autodiebe aktiv. Aber auch in Farmsen-Berne, Wandsbek und Rahlstedt wurden deutlich mehr Fahrzeuge gestohlen als im Vorjahr. Und auch Ladendiebe fühlen sich im Bezirk deutlich wohler als anderswo. Das Plus liegt bei 9,2 Prozent (Hamburg: +0,3 Prozent), am meisten traf es die Geschäfte im Kerngebiet Wandsbeks. Die Aufklärungsquote liegt beim Ladendiebstahl übrigens bei über 90 Prozent. Und noch eine gute Nachricht: Bei den Rauschgiftdelikten liegt Wandsbek weit unter dem Durchschnitt. (rg)
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