Milde Strafe für Geldfälscherin

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Hamburg-Wandsbek: Geldfälscherin erhält eine milde Strafe Symbolfoto: thinkstock

Verkäuferin aus Wandsbek zeigte Reue vor Hamburger Schöffengericht

Wandsbek Der Lauf der Tränen wollte nicht enden. Janine D. (31) hatte eine Riesendummheit begangen und musste sich dafür vor einem Wandsbeker Schöffengericht verantworten. Als Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft an der Wandsbeker Marktstraße hatte sie einen falschen 500-Euro-Schein, der mittels einer Farbkopie hergestellt worden war, in den Tresor des Geschäftes gelegt und dafür kleinere Geldscheine im Wert von 500 Euro aus dem Tresor genommen.
Die Täterin war schnell überführt, denn ihre Spuren hafteten an dem Schein. Außerdem wurde ein zweiter falscher Fünfhunderter in ihrem Portemonnaie gefunden.

Schweres Delikt

Geldfälschung ist ein schweres Delikt. Es kann, wenn es im großen Stil betrieben wird, mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Deswegen musste sich ein Schöffengericht mit dem Fall befassen. Unter Tränen gestand die Angeklagte ihre Tat und schluchzte: „Dafür schäme ich mich auch schon ganz schön!“Als Motiv für die Tat erklärte sie: „Meine Mama hat mir immer geholfen. Aber jetzt ist Mutti so sehr krank geworden, dass ich sie unterstützen muss.“ Ihr geringer Verdienst reichte aber nicht aus. Als sie im Februar vor einem Jahr allein im Geschäft war, nutzte sie die Gelegenheit, um den Schein auszutauschen. Die schlecht gefälschten „Blüten“ hatte ein Bekannter auf seinem Kopierer hergestellt.
Das Gericht nahm der Angeklagten das tränenreiche Geständnis ab und erkannte auf einen minderschweren Fall. Das milde Urteil: Sechs Monate Gefängnis auf Bewährung. (je)
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