Mutter wollte Sohn töten

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Foto: Symbolbild

Rahlstedterin (45) droht Einweisung in psychiatrische Klinik

Von Martin Jenssen
RAhlstedt Es ist eine Tat, die fassungslos macht. Was Sabine H. aus Rahlstedt dazu getrieben hat, ihren eigenen Sohn töten zu wollen, versucht jetzt das Hamburger Landgericht zu klären. Die Anklage gegen die 45-jährige Bäckereifachverkäuferin lautet: „Versuchter Totschlag!“ Sie soll geplant haben, ihren 12-jährigen Sohn Benjamin* zu ertränken.

Laut Anklageschrift lockte die Angeklagte ihren Sohn am Freitag, 12. Februar, gegen 12 Uhr in ihrer Wohnung in Rahlstedt ins Badezimmer. Sie schlug ihm vor, „Tauchspiele“ machen zu wollen. Der arglose Jung stieg in die Badewanne und hielt seinen Kopf unter Wasser. Als Benjamin wieder auftauchen wollte, ergriff sie den Hals des Kindes mit beiden Händen und drückte ihn weiter unter Wasser, um ihn zu ertränken. Doch zum Glück: Bevor es dazu kam, wurde der Angeklagten schwindelig. Benjamin konnte sich losreißen und auftauchen. Er erlitt starke Schmerzen und mehrere Rötungen im Halsbereich.

Psychisch erkrankt?

Eine Freundin der Angeklagten, die die Tat mitbekommen hatte, rief den Rettungswagen. Der Notdienst der Feuerwehr verständigte die Polizei. So wurde Sabine H. noch am Tattag festgenommen. Benjamin wurde dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben.
Vermutlich ist eine schwere psychische Erkrankung für die Tat von Sabine H. verantwortlich. In einem „Unterbringungsverfahren“ vor dem Hamburger Landgericht droht der 45-jährigen Mutter nun die Einweisung in eine psychiatrische Klinik auf unbestimmte Zeit.
Im Prozess gegen Sabine H. wurde die Öffentlichkeit nach Anklageverlesung ausgeschlossen. Das Urteil wird voraussichtlich am 14. Juli verkündet.

*Name des Jungen geändert
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