Polizei Hamburg warnt vor jugendlichen Diebinnen

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Mit Handtasche auf Einbruch-Tour: Hamburger Polizei warnt vor jugendlichen Diebinnen Symbolfoto: wb

Die Mädchen und jungen Frauen aus Osteuropa haben insbesondere Altbauten im Visier

Wandsbek Die Hamburger Polizei warnt vor einer „jugendlichen“ Einbrechergruppe. Dabei handelt es sich um Mädchen und junge Frauen, die im Stadtgebiet zurzeit unterwegs sind. In Wandsbek konnten die Beamten des Polizeikommissariates 37 dank aufmerksamer Nachbarn am Montag vergangener Woche eine 13-Jährige in Gewahrsam nehmen und ihre 14-jährige Komplizin vorläufig festnehmen. Den beiden wird ein versuchter Einbruch vorgeworfen. Bei den Mädchen wurde unterschiedliches Einbruchswerkzeug aufgefunden. Am Tatort stellten die Ermittler zudem an einer Wohnungstür mehrere Hebelspuren fest. Zugang zur Wohnung hatte sich das Duo noch nicht verschafft. Ermittlungen der Soko Castle ergaben, dass es sich bei dem geschilderten Einbruchsversuch nicht um einen Einzelfall handelt.

Altbauten im Visier


Bei den Täterinnen handelt es sich um junge Mädchen und Frauen im Alter von 12 bis 30 Jahren. Sie kommen aus Osteuropa und machen derzeit in Hamburg Station. Die Täterinnen treten meistens zu zweit und manchmal auch zu dritt auf. Alle Täterinnen sind sehr modisch gekleidet und tragen gerne eine Handtasche bei sich. Darin transportieren sie das Diebesgut und Einbruchswerkzeug. In den meisten Fällen schlug die Gruppe in Altbauten zu. Es handelte sich meist um Mehrfamilienhäuser. Dort versuchten sie über die Haustüren in die Wohnung zu gelangen. Bevorzugt wurden Türen aus Holz, da diese sich leicht aufbrechen lassen. Professionell gehen die jungen Einbrecherinnen dabei nicht vor. Bis zu 30 Hebelspuren konnten an einer Wohnungstür festgestellt werden. Die Gruppe ist in den meisten Fällen westlich der Alster unterwegs. Betroffen waren unter anderem die Stadtteile Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft-Ost und West, Eppendorf, Altona und Ottensen, aber auch Wandsbek. Polizeipressesprecher Timo Zill rät deshalb: „Bitte seien Sie wachsam, wenn Sie in Ihrem Wohnhaus, besonders im Treppenhaus, auf Personen treffen, die sich offensichtlich verdächtig verhalten. Zögern Sie nicht und rufen Sie bitte umgehend die 110 an.“ (wb)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 22.09.2016 | 06:10  
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