Rücksicht auf Kinder

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Die meisten Autofahrer waren einsichtig, wenn Kinder sie auf ihr Verhalten aufmerksam machten Foto: Grell

Schüler in Meiendorf verteilten Flyer an Autofahrer

Meiendorf Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr stand passend zum Tag des hamburgweiten Blitzer-Marathons im Fokus der Schulen und Kitas.
Bei einer Aktion der Polizeiverkehrslehrer und Stadtteilpolizisten des PK 38 waren auch Schüler der Grundschule Islandstraße mit Flyern dabei, um zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer in der 30er Zone direkt vor ihrer Schule anzuhalten und vor Ort zu belehren. „Ich hoffe, die Autofahrer lesen unsere Merkblätter auch“, hofft Jolie (9), die an dem Morgen der Verkehrsaktion in der Saseler Straße dabei war. Neben dem angemessenen Bußgeld gab es ein Interview mit den Schülern mit Fragen zum Bremsweg und der eigenen Meinung zum Thema langsames Fahren vor Schulen und Kindergärten. Mit den Flyern „Ein Ball kommt selten allein“ und „Alles auf dem Schirm?“ gab es gleich noch die passenden Tipps zum Verhalten für Autofahrer vor dem Zebrastreifen und in Straßen rund um Schulen und in Wohngebieten. „Gerade hier am Zebrastreifen nahe der Schule Islandstraße wird häufig durchgefahren“, berichtet Stadtteilpolizist Dirk Kumpfert, der auch gleich erklärt, warum Kinder im Straßenverkehr größeren Gefahren ausgesetzt sind, als Erwachsene: Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen noch nicht einschätzen, was zu erhöhtem Risiko beim Überqueren der Straße führt. Auch sehen Kinder nicht, ob ein Auto, das noch weiter entfernt ist, fährt oder steht. Schon deshalb sei es an Zebrastreifen besonders wichtig, direkt bis an die weiße Linie heranzufahren und erst dort zu halten. Die Schüler lernen beim Verkehrsunterricht in der Schule, dass sie an einem Zebrastreifen erst losgehen dürfen, wenn sich die Räder der Fahrzeuge nicht mehr drehen. Ein Autofahrer, der sich also langsam heran rollen lässt und schon von Weitem dem Kind ein Signal gibt, die Straße schon schnell zu überqueren, handelt falsch. Versteht der Autofahrer das Warten des Kindes dann als fehlende Bereitschaft, den Zebrastreifen zu nutzen und fährt weiter, kann es genau in dieser Situation zu schweren Unfällen kommen. (kg)

Sicherheits-Tipps:
Helle Kleidung, Warnwesten, Beleuchtung an den Fahrrädern, die auch funktioniert, Reflektoren am Fahrrad und an der Kleidung, den Schulweg zusammen mit den Eltern üben, gemeinsam die Strecke mit dem Fahrrad abfahren, Helm ist selbstverständlich
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