Toter im Koffer - es war Vatermord

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Polizei nimmt 20-Jährigen fest. Sein Bruder ist im Ausland. Identität des Opfers war zunächst unklar gewesen

Die Leiche im Koffer - auch das Hamburger Wochenblatt hatte den Polizeiaufruf veröffentlicht, als noch unklar war, wer der Mann war, der Anfang Februar tot in Sinstorf entdeckt worden. Jetzt ist der Fall offenbar geklärt. Die Polizei nahm einen der beiden Söhne des Mannes fest, der aus Mazedonien stammt. Der Tote hatte in Billstedt gewohnt.

Zwei Pfadfinder hatten Anfang des Monats zufällig einen Koffer in Sinstorf entdeckt und dabei einen grausigen Fund gemacht. Ein Toter lag darin. Inzwischen stellte sich heraus, dass es sich um einen 46 Jahre alten Mazedonier handelte. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden jetzt die beiden Söhne als Tatverdächtige ermittelt. Den 20-jährigen Sohn nahmen die Beamten vorläufig fest; dessen 26-jähriger Bruder ist nach Erkenntnissen der Ermittler im Ausland.

Die Kriminalbeamten überprüften während ihrer Ermittlungen zahlreiche Hinweise und Spuren aus dem direkten Umfeld des Getöteten. Dabei erhärtete sich ein Tatverdacht gegen die beiden Söhne. Der 20-Jährige räumte in seiner Vernehmung die Tat ein. Demnach habe er seinen Vater im Verlauf eines Streites erschlagen, anschließend gemeinsam mit seinem älteren Bruder in einen Koffer gepackt und mit einem Taxi nach Sinstorf gebracht.

Die Ermittler der Mordkommission suchen aufgrund dieser Angaben den Taxifahrer, den die beiden Fahrgäste in der Nacht vom 29. auf den 30.10.2013 in der Horner Landstraße/Ecke Culinstraße auf der Straße angehalten haben sollen. Nach dem Einladen des Koffers, der nicht von einer Person alleine zu tragen gewesen sein dürfte, habe der Taxifahrer die beiden Brüder in den Bereich des Sinstorfer Kirchwegs gefahren. (wb)
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