Zöllner finden zehn Kilo Kokain im Hamburger Hafen

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Baumaschinen aus Brasilien werden häufig als Drogenversteck benutzt Foto: Zoll

Die Beamten hatten es scheinbar leicht: In dem Versteck wurden schon zuvor mehrere Kilo Kokain gefunden

Hamburg. Zollbeamten haben in einer Baumaschine aus Brasilien zehn Kilo Kokain gefunden. Der Wert der Drogen beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Wie schon drei Mal zuvor wurde das Kokain in steinhart gepresste "Ein-Kilogramm-Pakete" transportiert und von den Schmugglern hinter einer Wartungsklappe zum Motorraum der Baumaschine versteckt. Die rund 30 geladenen Baufahrzeuge sollten weiter nach Antwerpen (Belgien) transportiert werden und dort von Bord gehen. Der Fund gelang den Hamburger Zollbeamten bereits am 30. August.

"Es macht den Anschein, als würde den Drogenschmugglern die Kreativität für neue Versteckmöglichkeiten ausgehen", so Udo Storch, Sprecher des Hauptzollamts Hamburg-Hafen.

Um ein Ablenkungsmanöver auszuschließen, wurden nicht nur die restlichen Baumaschinen, sondern das gesamte Schiff genauestens unter die Lupe genommen. Die Hintergründe dieser dubiosen Schmuggelversuche bleiben schleierhaft.

Das sichergestellte Kokain hatte einen sehr hohen Reinheitsgehalt. Gängige Praxis ist es, dass das eingeschmuggelte Rauschgift aus Südamerika für den Straßenverkauf drei bis fünf Mal gestreckt wird. Damit wären die zehn Kilogramm auf eine Menge von mindestens 30 Kilogramm gestiegen und hätten einen Straßenverkaufswert von wenigstens zwei Millionen Euro erzielt. (wb)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 09.09.2016 | 12:00  
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