Aufstieg ohne den FTV?

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Martin Zmuda setzt sich auf Rechtsaußen mit unwiderstehlichem Antritt durch. Eine Szene aus dem Spiel gegen den SV St. Georg. Fotos: Thomas Hoyer

Hoffen auf Ausrutscher der Konkurrenz

Farmsen. Durch die Nachholspiele über die Osterfeiertage hat sich für die Kicker des Farmsener TV nichts Grundsätzliches geändert: Aus eigener Kraft kann die Mannschaft von Trainer Ulf Pfützenreuter, die sich nach einem 9:0-Sieg über den SV St. Georg bei Polonia II am Ostermontag mit einem 0:0 zufrieden geben musste, den direkten Sprung in der Kreisliga nicht mehr schaffen. Und auch Platz drei, der zur Teilnahme an der Aufstiegspielen berechtigt, ist nur dann möglich, wenn sich die Mitbewerber gegenseitig die Punkte abnehmen und der FTV seine drei restlichen Partien gewinnt.
Bei Polonias „Zweiter“ tat sich der 100-Tore-Sturm des FTV unglaublich schwer, sicher deshalb, weil mit Munir Shenas einer der erfolgreichsten Schützen nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste, Johannes Kerkeling von Beginn an fehlte und Mittelfeldakteur Steven Ude angeschlagen ins Spiel ging. Dennoch kontrollierten die Farmsener das Spielgeschehen und besaßen eine Reihe von Einschussmöglichkeiten. Shenas, Ude und Thomas Bankiewicz vergaben die drei besten Chancen.
Im ersten Nachholspiel am Karfreitag hatte das alles noch ganz anders ausgesehen. Die Farmsener benötigten nur wenige Minuten, um richtig in Schwung zu kommen. Nach Foul an Adam Garba verwandelte Shenas einen Elfmeter zum Führungstreffer. Garba selbst erhöhte sieben Minuten später auf Zuspiel von Kerkeling auf 2:0, der seinerseits Treffer Nummer drei nachlegte, indem er einen Handelfmeter versenkte (28.). Als sich der Gegner kurz darauf mit einer gelb-roten und einer roten Karte wegen Reklamierens beziehungsweise Beleidigung selbst um zwei Kicker dezimierte (32.), war die Partie so gut wie gelaufen. In der 42. Minute markierte Bankiewicz nach Ecke von Martin Zmuda den 4:0-Halbzeitstand. Die weiteren Treffer erzielten Shenas (60./ 63./ 90.), der kurz zuvor eingewechselte Kai Genz (68.) und Garba (82.). „Wir haben die Hoffnung auf einen der ersten Plätze noch nicht ganz aufgegeben“, so Trainer Ulf Pfützenreuter. „Dazu müsste allerdings die Konkurrenz mitspielen, und wir dürften uns keine Ausrutscher wie gegen Polonia leisten.“
Nach dem schwachen Start mit nur drei Punkten aus vier Spielen, begründet vor allen durch die nach dem Abstieg zunächst zu dünne Personaldecke, konnten sich die Farmsener im weiteren Verlauf der Saison steigern, legten eine Serie von acht Siegen und einem Unentschieden hin, ehe es gegen den Spitzenreiter ASV Hamburg nach 4:1-Führung durch Torwartfehler und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen noch eine 5:7-Niederlage gab. Im Januar sorgte ein Trainerwechsel noch einmal für frischen Wind, als sich die Verantwortlichen nach Differenzen von Alija Redzepi trennten, obwohl das Team unter dem neuen Coach Ulf Pfützenreuter noch eine zweiten Rückschlag gegen Welat Kurdistan hinnehmen musste (0:1).
Nächster Gegner der Farmsener ist am Freitagabend auswärts die „Zweite“ des DSC Hanseat, ehe es am 22. April zu Hause zum Gipfeltreffen mit Tabellenführer Barsbütteler
SV II kommt.
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