BSV-Judomädchen holen Titel

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Stefanie Wenzel (l.), die im entscheidenden Kampf eine Gewichts- klasse höher auf der Matte stand, setzt zu einer kleinen Innen- sichel („Ko-uchi-gari“) an, doch am Ende musste sie sich ihrer starken Gegnerin mit einem Armhebel geschlagen geben Fotos: M. Zeukeb

Knapper 5:4-Sieg gegen Eintracht Hildesheim im Finale

Von Thomas Hoyer
Bramfeld/ Steilshoop Mit dem weiblichen Judonachwuchs der Altersklasse „U15“ ist es derzeit in der Hansestadt nicht gerade zum Besten bestellt. Mit einer Ausnahme: Beim Bramfelder SV gibt es eine Reihe von Mädchen der Jahrgänge 2002 bis 2004, die begeistert und mit großem Erfolg die ostasiatische Kampfkunst betreibt. Das zeigte sich auf den Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften, für die sich das Team mangels Konkurrenz auf Hamburger Ebene automatisch qualifiziert hatte. In heimischer Halle am Gropiusring gab es allen Grund zum Jubeln: Nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr holten die Mädchen der Gast-geber diesmal den Titel.
Am Start waren vier Teams, die nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ aufeinander trafen. Dabei bekam es der BSV in seiner ersten Auseinandersetzung mit dem VfL Grasdorf zu tun. Mit 5:2 fiel der Sieg in den sieben Gewichtklassen recht deutlich aus. Auch der zweite Kampf gegen TuRa Harkheide wurde mit 5:2 deutlich gewonnen. Dank einer glücklichen Auslosung kam es im letzten Fight zu einem echten Finale, denn der Gegner Eintracht Hildesheim hatte zuvor ebenfalls zweimal gewonnen. Zwar gingen die Niedersachsen 1:0 in Führung, doch dann stand Gelbgurtträgerin Antonia Burghart in der Gewichtklasse bis 40 Kilogramm auf der Matte und sorgte für eine große Überraschung, als sie ihre Gegnerin (Grüngurt) mit „Vazaari“ bezwang. Entscheidende Technik der zwölfjährigen Schülerin war eine große Innensichel („O-uchi-gari“). „Antonia hat heute wirklich toll gekämpft“, so Trainer Thomas Kahl. „Sie hat all das umgesetzt, was wir im Training geübt hatten.“ Mit einem vorzeitigen Sieg durch „Ippon“ brachte Leoni Riecken (-44kg) den BSV anschließend 2:1 in Führung, und als Sophie Barenscheer (-48kg) mit einem Haltegriff auch ihren Kampf für sich entschieden hatte, ihr dritter Sieg im dritten „Gefecht“, schienen die BSV-Mädchen mit 3:1 bereits auf der Siegerstraße. Doch dann verloren Marlene Moll (-52kg) und Stefanie Wenzel (-57kg) ihre Kämpfe trotz großer Gegenwehr, so dass der letzte Fight entscheiden musste. Die 14-jährige Marie Ullrich (+57kg) behielt die Nerven und gewann vorzeitig, womit der Titelgewinn perfekt war. „Dieser Erfolg war ein weiterer Schritt, um langfristig starke Mädchen für unser Regionalligateam aufzubauen“, so Thomas Kahl.
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