Condors „Dritte“ holt den Titel

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Auch wenn es mit der Endspielteilnahme nicht ganz geklappt hat, konnten die Farmsener zufrieden sein.
 
Glashüttes Abwehrspieler klärt vor Dustin Hüllmann, der im rechten Mittelfeld eine ganz starke Leistung bot. Eine Szene aus dem Meisterschaftsfinale von Condors 3. Herren.Fotos: Thomas Hoyer

SCC-Oldies verpassen Finale

FARMSEN. Endlich hat es mit einem Titel geklappt: Im Endspiel um die Hamburger Meisterschaft der Unteren Herren besiegte die „Dritte“ des SC Condor den Glashütter SV mit 5:2. Auch Condors „Ü40“, deren Titelträger in Gruppenspielen, Halbfinale und Finale ermittelt wurde, zog sich mit Platz vier achtbar der Affäre.
Die 3. Herren starteten nicht gerade viel versprechend ins Finale. Der Gegner hatte zunächst mehr Spielanteile und ging in der 15. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Nach einer halben Stunde konnten die Farmsener die Partie ausgeglichen gestalten, und als Sven Flagmann per Kopf nach Freistoß von Steffen Thorn kurz vor Seitenwechsel der Ausgleich gelang, schien es, als würde sich das Blatt wenden. Glashütte brachte Condors unsortierte Abwehr ein und ums andere Mal in Verlegenheit, und Kapitän Michael Hermann und seine Mitstreiter hatten enormes Glück, dass der Gegner beste Chancen nicht nutzen konnte. Die Farmsener, die sich erst am letzten Spieltag durch einen 2:0-Erfolg gegen Mitkonkurrent Niendorfer TSV die Staffelmeisterschaft gesichert hatten, machten es besser. Torge Kaven nutzte Condors erste große Möglichkeit nach der Pause, traf mit einem strammen 17m-Schuss zum 2:1 (57.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Als Florian Kiencke mit einem Flachschuss ins lange Ecke das 3:1 erzielte (71.), schien die Partie gelaufen, doch gelang den Glashüttern postwendend der Anschlusstreffer. In der 84. Minute machte Flagmann mit einem Schuss aus 20 Metern unter die Latte alles klar. Ein Eigentor – Tom Kamin schoss seinen Gegenspieler an, von dessen Schienbein das Leder in die Maschen prallte – brachte zwei Minuten später sogar das 5:2. „Wir haben die Anfangsphase der zweiten Halbzeit ziemlich verpennt und viel Glück gehabt“, so Condors Trainer Sebastian Meyn, der die Leistung seines Mittelfeldspielers Dustin Hüllmann besonders lobte. „Schön, dass es nach zwei verlorenen Meisterschaftsfinals in den Jahren 2009 und 2010 endlich mit dem Titel geklappt hat.“
Nur hauchdünn schlitterten Condors Oldies am Finale der Hamburger Ü-40-Meisterschaften vorbei. Im ersten Gruppenspiel gegen den HSV präsentierte man sich zwar als die bessere Mannschaft, besaß durch Jan-Hendrik Derlin einen absoluten Hochkaräter, doch am Ende hieß es 0:0. Schlecht sah es in der anschließenden Partie gegen den SV Altengamme aus. Der Gegner, der sein erstes Spiel bestritt, deshalb mehr Kraft besaß, legte nach einem Freistoß, bei dem Torwart Jan Krohn, der kurz darauf verletzt ausscheiden musste, keine gute Figur machte, das 1:0 vor. In Durchgang zwei lief es besser. Nach Foul an Bub verwandelte Patrick Willers den fälligen Elfmeter zum Ausgleich. Auch der Siegtreffer ging auf Willers Konto, der nach einem vom Keeper abgewehrten Rosky-Kopfball per Kopf abstaubte. Der Einzug ins Halbfinale gegen den TSV Uetersen war perfekt. Michael Biermann, Volker Ehlert und Bub hatten in dieser Partie mehrfach das 1:0 auf dem Fuß. Umso schmerzlicher war es, dass Uetersen nach Fehler in Condors Abwehr Sekunden vor dem Abpfiff der Siegtreffer gelang. Im Elfmeterschießen um Platz drei unterlagen die Farmsener dem SV Altengamme mit 4:5.
Die Oldies des SC Condor konnten bereits zum fünften Mal in Folge die Staffelmeisterschaft feiern. Doch war das Rennen um Platz eins bis zum letzten Spieltag offen gewesen, obwohl man 17 von 20 Partien gewann und dreimal Unentschieden spielte. Einen Punkt hinter Tabellenführer TSV Wandsbek-Jenfeld zurückliegend, musste man unbedingt gewinnen, um den Rivalen vom Bekkamp noch abzufangen. Sven Brendel, der zweimal traf, und Michael Behn schossen einen verdienten 3:1-Sieg heraus. Zum Kader der von Dieter Jaetsch gecoachten Mannschaft gehören zwei Duzend Akteure, darunter ehemalige Ligaspieler wie Michael Biermann, Michael Reimann, Volker Ehlert, Matthias Bub oder Christian Florkiv, der sich im Rückrundenspiel gegen den TSV Wandsetal einen Kreuzbandriss zuzog, und seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wird.
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