„Das war ein tolles Erlebnis“

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Start frei: Die Teilnehmer am Hauptlauf über 15 Kilometer gehen auf die Reise Foto: jae
 
Gemeinsame Freude: Dennis Dinter, Schnellster über 15 km und Freundin Denise van Elk, schnellste Frau über 6 Kilometer Foto: jae

1.420 Teilnehmer und 3.000 Zuschauer feierten beim 31. Wandselauf

Von Hans-Eckart Jaeger
Rahlstedt
Es war ein herrlicher Frühsommertag. Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel herab, und die Temperaturen kletterten auf über 25 Grad Celsius. Die 1.420 Teilnehmer beim 31. Rahlstedter Wandselauf kamen, kaum dass sie die Startlinie überquert hatten, ins Schwitzen. Dennoch war die Laune bestens. „Das war heute wieder eine tolle Veranstaltung“, sagte Peter Slama, der Vorsitzende des Altrahlstedter MTV. „Trotz der Brückentage: So viele Zuschauer waren noch nicht hier.“ Der Teilnehmerrekord von 1613 Läufern/-innen im Jahr 2009 bleibt bestehen. Bei Start und Ziel in der Fußgängerzone der Rahlstedter Bahnhofstraße stieg am Sonntag um 11.25 Uhr die Spannung auf den Höhepunkt: Der Sieger im Hauptlauf über 15 Kilometer näherte sich. Er trug die Startnummer 5.529. Auf der Zielgeraden steigerte Dennis Dinter noch einmal sein Tempo, dann überquerte das 34 Jahre alte Konditionswunder vom A3K Berlin mit langen, raumgreifenden Schritten die Ziellinie. Seine Zeit: 54:31,9 Minuten.

Rahlstedter Topereignis


Fast drei Minuten hinter ihm belegte der in Hamburg lebende Afrikaner Halidou Koudougou (Bukina Faso) in 57:27,1 Minuten den zweiten Platz. Schnellste Frau über diese Distanz war die Hamburgerin Manuela Sporleder in 1:01:16,4 Stunden (AKH). Dennis Dinter, beim traditionellen Wandselauf erstmals am Start, freute sich über seine gelungene Premiere: „Die Strecke mit ihren breiten Wegen war sehr abwechslungsreich und landschaftlich schön. Ich komme gerne wieder hierher.“
Das wird die in Hamburg lebende Holländerin Denise van Elk gerne gehört haben. Sie nämlich hatte den Berliner Duathleten und Triathleten zu einem Start beim Wandselauf überredet. Gemeinsam hatten sie sich auf das Rahlstedter Topereignis vorbereitet. Am Freitag fuhren sie mit dem Rennrad im Sachsenwald 70 Kilometer zurück, am Sonnabend 110 Kilometer von Lüneburg nach Hamburg. Auch für Denise van Elk lohnte sich die Tortur, sie war die schnellste Frau über die 6-km-Distanz. Bei den Männern siegte auf dieser kürzeren Strecke Benjamin Ehlers vom TH Eilbeck vor Matthias Heinecke aus Rahlstedt, der für das Triathlon-Team des TSV Bargteheide in der 2. Bundesliga antritt und Dominik Wilms (LAV Hamburg Nord).

Großer Schülerlauf


Nicht nur die Erwachsenen lenkten die Blicke der rund 3.000 Zuschauer an der Strecke und in der Innenstadt auf sich, sondern auch die vielen Schüler und Schülerinnen aus den umliegenden Schulen. Die Lehrkräfte hatten sich beim Sportunterricht große Mühe gegeben, um ihre Schützlinge auf den Wandselauf gut vorzubereiten. Einer hatte sich wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt: Jonas Kramer aus Rahlstedt, der die 5. Klasse des Gymnasiums Oldenfelde besucht. Stolz präsentierte der Elfjährige nach seinem Hattrick in der Zeit von 3:49,6 Minuten die Medaille und die Urkunde: „Mein dritter Sieg hintereinander, das ist riesig“, freute er sich und fügte hinzu: „Bei meinem ersten Rennen bin ich auf der Strecke hingefallen und konnte nicht weiterlaufen. Sonst hätte ich damals vielleicht auch gewonnen.“ Jonas und sein bester Freund David Null, der Fünfter wurde, haben außer dem Laufen noch ein zweites Hobby. Sie spielen gemeinsam Hockey in der Knaben-B-Mannschaft des Rahlstedter THC. Laufen oder Hockey, wofür werden sie sich irgendwann einmal entscheiden? Ove Kramer sagte: „Mein Sohn ist in beiden Sportarten ein großes Talent. Er hat die freie Auswahl. Er darf auch zum Wasserballett gehen.“ Den beiden Hoffnungsträgern nacheifern möchte Liam Dargusch. Der Achtjährige war zum ersten Mal dabei. „Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich Lust hätte mitzulaufen“, verriet er. „Ich habe eingewilligt und hatte heute eine Menge Spaß.“ Dazu passte, dass alle Schüler/-innen einen Eisgutschein erhielten. Spaß hatten auch die 60 ehrenamtlichen Helfer – obwohl jeder von ihnen etwa 100 Stunden Arbeit hinter sich gebracht hatte. Und deshalb spendete ihnen der AMTV-Vorsitzende Peter Slama auch reichlich Lob: „Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht.“ Kritik verteilte er dennoch: „Ich würde mich freuen, wenn sich beim Wandselauf auch einmal die Lokalpolitiker sehen lassen würden. Aber heute war wieder keiner von ihnen da.“

Weitere Infos: www.wandselauf.de
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