Die Formkurve zeigt nach oben

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Condors Kapitän Marcus Röseler (r.) und Simon Marwege auf der Jagd nach dem Ball.

Condors „Zweite“ verlässt die Abstiegsplätze

Farmsen. Große Erleichterung bei den Bezirksligakickern des SC Condor: Nach enttäuschendem Saisonbeginn kommt die Truppe vom Berner Heerweg immer besser in Fahrt. Am vergangenen Sonntag gab es einen 4:0 Erfolg über die „Zweite“ des Bramfelder SV, womit das Team erstmals in dieser Serie die Abstiegsplätze verließ.

Die Farmsener erwischten einen Auftakt nach Maß, gingen bereits in der 6. Minute durch einen direkt verwandelten 20m-Freistoß von André Hartlev in Führung. In der 39. Minute erzielte Tevin Tafese nach Steilpass von Hartlev und Zuspiel von Theis das schmeichelhafte 2:0. Kurz nach der Pause wäre fast der dritte Treffer gefallen, doch ein Heber von Tafese landete nur auf der Latte. In der Folge vergaben die Bramfelder gegen Condors wiederholt unsichere Abwehr mehrere gute Chancen zum Anschlusstreffer, darunter einen Pfostenschuss, bei dem Condors starker Keeper Nils Krahmer das Glück des Tüchtigen hatte. Als Hartlev in der 75. Minute das 3:0 gelang, war die Partie gelaufen. Theis legte sogar noch den vierten Treffer nach.
In der letzten Saison hatten die Farmsener mit Platz neun das beste Ergebnis seit ihrem Aufstieg im Jahr 2007 erreicht. Da mit Ausnahme von Verteidiger Ali Yildirim, der zum Rahlstedter SC wechselte und durch Taifun Bodur vom SC Urania gleichwertig ersetzt werden konnte, kein Kicker aus dem Kader ausschied, konnte Trainer Marco Dolling auf eine eingespielte Mannschaft bauen. Um so überraschender war der schlechte Saisonstart. Einer glatten 0:4-Niederlage gegen Aufstiegsaspirant Croatia folgte eine enttäuschende Leistung im ersten Heimspiel gegen den TSC Wellingsbüttel (1:4). Nach den drei Unentschieden gegen BU II (1:1), Norderstedt (2:2) und Glashütte (1:1) schienen die Farmsener endlich halbwegs in der Spur, doch es folgte eine 2:8-Klatsche bei der allerdings gleich mit fünf Spielern aus der Regionalligatruppe verstärkten „Zweiten“ des SC Victoria. Auch gegen Topfavorit VfL 93 war das Team letztlich chancenlos (2:5). Auch in der folgenden Partie gegen Sperber II schien sich eine klare Niederlage anzubahnen. Kurz nach der Pause lag das Team bereits 0:3 zurück. Und als auch noch Philipp Strümke mit Rot vom Platz musste, schien die Partie endgültig verloren. Doch dann zeigte die Truppe von Berner Heerweg die bis dahin mitunter vermisste Einstellung und schaffte am Ende noch ein 3:3. Offenbar von der erfolgreichen Aufholjagd motiviert, folgte die bis dahin beste Saisonleistung, als man dem Lokalrivalen tus Berne ein 0:0 abtrotzen konnte, und ein 2:0-Sieg im Pokal über die „Dritte“ des FC St. Pauli. Beim anschließenden 5:3 gegen Teutonia 10 brannte die Mannschaft nach der Halbzeit (1:1) ein wahres Feuerwerk ab und zog durch Tore von Dennis Nebel, Moritz Daugs, Patrick Osowski und André Hartlev auf 5:1 davon, ehe den Gastgebern nach roter Karte für Heiko Kelm in Überzahl noch zwei Treffer gelangen. „Mittlerweise haben auch die Letzten wieder begriffen, dass beim Fußball 90 Minuten gearbeitet werden muss. Das hat auch unser heutiger Sieg gezeigt“, sagt Marco Dolling.
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