Die Mutige aus Wandsbek holt den Titel

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Petra Bruhn ist nicht nur eine hervorragende Luftgewehrschützin, sondern mit auch mit der Pistole überaus treffsicher Foto: Thomas Hoyer

Petra Bruhn neue Landeskönigin des Hamburger Schützenverbands

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Die neue Landeskönigin des „Hamburger Schützenverbands und Umgegend“ kommt von der Wandsbeker Schützengilde. Bereits zum dritten Mal in ihrer mehr als 30-jährigen Karriere schoss sich Petra Bruhn auf den Thron, wobei sie gut 30 Mitbewerberinnen auf die Plätze verwies. Als amtierende Königin der 1637 gegründeten Wandsbeker Schützengilde (WSG) – einen Titel, den sie im Juni bereits zum fünften Mal feiern durfte – hatte sich Bruhn für das Landesfinale qualifiziert, das der Moorburger Schützenverein ausrichtete. 35 Majestäten waren am Start, gaben ihre 15-er-Serie mit dem Luftgewehr auf die zehn Meter entfernte Scheibe ab. Und dabei bewies die Erste Vorsitzende der WSG eiserne Nerven. Dreimal traf sie den Zehnerring, das stecknadelgroße Zentrum. Ob es aber für den begehrten Titel reichen würde, das wusste die 49-jährige Bauspar- und Finanzierungsberaterin zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Und auch als bei ihr ein Anruf mit der Einladung zum großen Ball mit der Proklamation der neuen Majestäten eintraf, war keineswegs sicher, dass sie den ersehnten ersten Platz belegt hatte. Mindestens Rang drei – nur das war jetzt bereits klar.

Grandioser Schuss

Um so größer war der Jubel von „Petra der Mutigen“, so ihr Beiname, als sie dann im Festsaal des CCH vor mehr als 1.500 Gästen aus rund 70 Schützenvereinen zur neuen Landeskönigin ausgerufen wurde. Mit einem grandiosen Schuss, einer sagenhaften 10,9, wie die glückliche Siegerin erst jetzt erfuhr. „Für mich war das einfach nur Wahnsinn“, zeigte sich Petra Bruhn überglücklich. „Natürlich ist ein bisschen Glück dabei, wenn man die allerbeste von vielen Zehnen schießt. Ich bin mächtig stolz auf den Titel, der auch für den Verein eine tolle Werbung ist, da er nun die nächsten Titelkämpfe ausrichten darauf.“ Petra Bruhn, die im Herbst 1983 im Rahmen des Bundesjugendtags erstmals einen Wettkampf bestritt, dort am „Edelmannschießen“ teilnahm, ist nicht nur eine hervorragende Traditionsschützin, sondern auch mit der Luft-/Sportpistole ein Klasse für sich. Viermal qualifizierte sie sich in der Vergangenheit mit diesen beiden Waffen für die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Sie gehört zum aktuellen Pistolenteam der Wandsbeker Schützengilde, das in der 2. Bundesliga antritt. Zusammen mit ihren Mannschaftskameraden Waldemar Markov, Valerij Krichevskyi, Reino Heinsohn, Jochen Siemers, Rainer Opitz, Stefan Matthiessen und Stefan Schonauer belegt sie derzeit einen ordentlichen sechsten Platz, der zum angestrebten Klassenerhalt reichen würde. „Entscheidend ist der letzte Wettkampf“, so Petra Bruhn.
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