Diese Damen sind Spitze!

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Die 1. Damenmannschaft des Marienthaler THC schaffte nach 2010 zum zweiten Mal den Aufstieg in die 2.BundesligaFoto: Thomas Hoyer

Hockeyspielerinnen des THC Marienthal steigen in die 2. Bundesliga auf

Von Thomas Hoyer
Marienthal. Der Marienthaler THC ist stolz auf seine Hockeyspielerinnen, denen in der am vergangenen Wochenende beendeten Saison der Wiederaufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga gelang. Ein kleine Sensation, darin waren sich Mannschaft und Trainer einig. Nach dem Abstieg 2012 hatte es einen großen Aderlass gegeben. Einige Spielerinnen standen aus beruflichen Gründen beziehungsweise wegen Schwangerschaft nicht mehr zur Verfügung. Nur drei neue Damen rückten ins Team, darunter die aus dem Nachwuchsbereich übernommene Mittelfeldspielerin Mareile Zerck, die dank ihres eisernen Willens im Laufe der Saison den Durchbruch schaffen sollte. „Nach der psychischen und physischen Belastung in Deutschlands zweihöchster Klasse wollten wir es in der neuen Serie etwas ruhiger angehen lassen, um neue Kräfte zu tanken“, so Trainer Lars Dose. „Oben mitzuspielen, war allerdings schon das Ziel.“ Doch der Coach hatte die Rechnung ohne seine Schützlinge macht, die von Beginn an voll da waren. Mit einem 2:0-Sieg über die „Zweite“ des Club an der Alster übernahm sofort die Tabellenführung.
Als man am 3. Spieltag den THK Rissen nach einer glanzvollen Vorstellung einen 9:0-Sieg landete, zu dem Ina Bunte, die im Verlauf der Saison von Verletzungspech verfolgt war, drei Tore beisteuerte, wurde langsam klar, dass der MTHC um den Titel mitspielen würde. Vor der Winterpause hatte das Team um Mannschaftsführerin Anika Martens bereits fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Alster. In der anschließenden Hallenrunde lief es ebenfalls prima. Hinter dem DHC Hannover und Flottbek belegten die MTHC-
Damen den dritten Platz.
Ob man aber den Siegeszug auf dem Feld fortsetzen würde, war fraglich, denn Torhüterin Sophie Borkel stand wegen ihres Studiums in Münster nicht mehr zu Verfügung und musste durch Annalena Steiner ersetzt werden, von Haus aus eine Feldspielerin, die erst kurz zuvor in der Halle erstmals im Tor zum Einsatz kam.
Noch schwerwiegender war es aber, dass die bis dahin treff-
sicherste Schützin Katharina Dose wegen Schwangerschaft nur noch als Zuschauerin dabei war, somit ihre Sturmpartnerin
Selina Schmidt bis Saisonende mehr oder weniger auf sich alleine gestellt war. Und wieder überraschte die Mannschaft ihren Trainer, als sie mit Spitzenspiel die Bundesligareserve des UHC mit 3:1 bezwang und ihren Vorsprung mit drei weiteren Siegen sogar noch ausbauen konnte.
Den einzigen Ausrutscher gab es gegen den THK Rissen, dem man nach dem Sieg in der Hinrunde mit 1:2 unterlag. Doch schon zwei Wochen später präsentierte sich das Team wieder von seiner besten Seite, besiegte Verfolger Kieler THC zu Hause mit 3:1, womit Meisterschaft und Aufstieg bereits drei Spieltage vor Saisonschluss perfekt waren. „Die Art und Weise, in der wir trotz unserer Personalsorgen aufgespielt haben, war absolut beeindruckend“, so Lars Dose. „Dass wir die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen würden, hatte niemand erwartet.“
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