Es sind Playoffs, Baby!

Anzeige
Josh Mitchell, der beste Vorlagengeber der Oberliga Foto: Holger Beck
 
Mit den Crocodiles in den Playoffs: Trainer Andris Bartkevics Foto: Holger Beck

Hamburg Crocodiles krönen starke Spielzeit

Von Thomas Hoyer 
Farmsen
Für die Eishockey-Fans beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres. In den Playoffs geht es nur noch um Sieg oder Niederlage. Und auch der Oberligist Hamburg Crocodiles ist dabei. Nach einer langen Saison mit 44 Spielen stehen nun die Tilburg Trappers auf dem „Speiseplan“. Nach dem ersten Spiel am Freitag in Tilburg erreicht das Eishockey-Fieber am Sonntag (19. März) um 19 Uhr die Eissporthalle Farmsen. Gespielt wird nach dem Modus „Best of seven“, wer drei Siege holt, kommt eine Runde weiter. Die Farmsener erwarten den Oberligameister des Vorjahres, der diesmal als Vierter die Meisterrunde beendete. Gegen die Trappers konnten die Hamburger in dieser Saison noch nicht gewinnen, in vier Partien gab es vier Niederlagen, wobei die Auswärtspartien mit 2:9 und 1:9 sehr deutlich endeten. Die Hoffnungen der Crocos liegen auf den Heimspielen. Hier gelang es, dem mit Nationalspielern gespickten niederländischen Team Paroli zu bieten. Die Hamburger unterlagen zweimal knapp, mit 3:4 und 3:5. Allerdings will es der Modus, dass die Hamburger für ein Weiterkommen auch (mindestens) einmal beim Gegner gewinnen müssen. Sollten die Crocodiles aus den Spielen gegen Tilburg tatsächlich als Sieger hervorgehen, wartet ein Kontrahent aus der Oberliga Süd, mit der es in zweiten Playoff-Runde eine Verzahnung gibt. „Das wäre ein ganz reizvoller Vergleich“, findet Pressesprecher Nils Abraham.

Neue Nummer eins auf dem Eis


Die Crocodiles haben sich nach dem unfreiwilligen Rückzug der Freezers als neue Nummer eins im Hamburger Eishockeysport etabliert. Die Erwartungen waren groß, weil sich gerade mit Christoph Schubert (12 Tore, 61 Vorlagen in der Hauptrunde) ein Ex-Freezers-Profi den Crocodiles anschloss und so eine neue Euphorie entfachte. Um Schubert herum wurde eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut. Es gibt Top-Spieler wie den Kanadier Josh Mitchell, der als bester Vorlagengeber der Oberliga (86) und 14-facher Torschütze auf 100 Punkte kam, Brad McGowan, der seinen Landsmann mit 72 Toren und 50 Vorlagen (122 Punkte) sogar noch übertraf. Zu den jungen aufstrebenden Spielern gehören Moritz Israel, Marvin Walz, Tom Kluvetasch und der erst 17-jährige Richard Henze, der beim HSV ausgebildet wurde und zuletzt für die mittlerweile aufgelösten „Young Freezers“ auf dem Eis stand. Zudem verfügen die Crocodiles mit Kai Kristian, Elmar Trautmann und Matthias Rieck über ein starkes Torwarttrio.

Erwartungen übertroffen


Die hohen Erwartungen in der Oberliga Nord wurden weit übertroffen. Ein Platz im Mittelfeld hatten die Crocodiles angepeilt, doch dass es so gut laufen würde, kam doch etwas überraschend. Fünfter in der Hauptrunde – das war die Verantwortlichen schon fast eine Sensation. Und auch in der anschließenden Meisterrunde der besten acht Teams konnten die Schützlinge von Trainer Andris Bartkevics überzeugen, zogen als Fünfte in die Playoffs ein. Apropos Bartkevics: Der Trainer hat einen sehr großen Anteil am Erfolg der Crocodiles. Der 57-Jährige mit dem markanten Hut hat die „Krokodil-Bande“ gut im Griff und formte eine starke Mannschaft. Als Coach des Stadtkonkurrenten Hamburger SV wurde er 2013 und 2014 zum „Trainer des Jahres“ gekürt und setzt seine gute Arbeit nun in Farmsen fort. Doch auch die Fans spielen eine wichtige Rolle im „Erfolgsmärchen“ der Crocodiles. Durchschnittlich rund 1.900 Zuschauer strömten in die Farmsener Eisporthalle und werden auch in den Partien gegen Tilburg die Stimmung förmlich zum Kochen bringen. „In den Playoffs wollen wir versuchen, das Sahnehäubchen draufzusetzen. Tilburg ist gut, aber nicht unschlagbar“, freut sich Sven Gösch, Sportdirektor der Crocodiles und fügt selbstbewusst hinzu: „Wir gehen aufs Eis, um zu gewinnen“.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige