Feuer und Flamme für Kickboxen in Hamburg

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Frank Feuer ist seit seinem 21sten Lebensjahr ein erfolgreicher Kickboxer Fotos: Hanke
 
Viele Pokale und Urkunden hat Frank Feuer bereits gewonnen

Ex-National-Kickboxer trainiert junge Sportler in Hamburgs Top-Club

Von Christian Hanke
Hamburg. Er beherrscht die Kunst des Schlagens und Tretens aus dem Effeff. Wohlgemerkt die Kunst, denn Frank Feuer ist Kickboxer und beim Kickboxen wird selten jemand verletzt. „Die Techniken des Kickboxens sind nicht nur offensiv, sondern auch defensiv. Man taucht ab, pendelt seitlich, um Schlägen und Tritten aus dem Wege zu gehen“, erläutert Frank Feuer, ein Meister seiner Kunst sowie Geschäftsführer und Trainer des Vereins Feuerstein e.V., der ein Kickbox-Trainingszentrum am Ölmühlenweg 4 unterhält. Hier befindet sich auch der Sitz des Vereins, der mit rund 180 Mitgliedern einer der größten Vereine und der erfolgreichste Club Hamburgs in dieser Sportart ist. An den Hamburger Meisterschaften, die am 5. April in Harburg stattfinden, werden 40 Aktive, sechs Trainer und fünf Kampfrichter von Feuerstein teilnehmen.
Feuer lebt Kickboxen, eine Mischung aus Boxen und Beintechniken asiatischer Kampfsporttechniken. Nach ersten sportlichen Aktivitäten im Kinderturnen, Handball, Fußball und Eishockey entdeckte der gebürtige Tonndorfer, der heute mit seiner Familie wieder in Tonndorf wohnt, im Alter von 21 Jahren Kickboxen als seine Sportart, obwohl er bereits in der Hamburger Eishockey-Auswahl gestanden hatte. „Sport war immer mein Ding“, erzählt der gelernte Groß- und Einzelhandelskaufmann, der von 1993 bis 1997 zur deutschen Kickbox-Nationalmannschaft des Verbandes IAKS gehörte. Bei einer Welt- und einer Europameisterschaft wurde Feuer mit diesem Team Dritter. 1999 beendete er seine aktive Laufbahn und gründete den Verein Feuerstein, dessen erster Vorsitzender er viele Jahre war.
Zwei Jahre zuvor hatte er mit einem Partner eine Kampfsportschule am Alten Teichweg übernommen. 2008 wurde Feuer diese Tätigkeit zu viel. Er stieg aus und widmet sich seitdem ganz seinem Verein, in dem er nun als Geschäftsführer und Trainer tätig ist. „Ich trainiere hier jeden Tag Kinder, Jugendliche und Erwachsene und fast an jedem Wochenende bin ich bei Wettkämpfen“, erzählt Frank Feuer von seinem zeitaufwändigen Leben für das Kickboxen. Glücklicherweise betreiben auch seine Frau und seine elfjährige Tochter diese Sportart und auch er selbst boxt seit 2009 wieder - in der Veteranenklasse.
Bei Feuerstein e.V. können schon Dreijährige ins Kickboxen eingeführt werden. Etwa 70 Prozent der Mitglieder sind Kinder. Krawallmacher haben übrigens in dem Verein keine Chance. „Wir bilden keine Straßenschläger aus“, sagt Frank Feuer. Auf Selbstdisziplin und die Achtung von Schwächeren legt der Kickbox-Veteran großen Wert. Der Zulauf ist gewaltig. „Wir können uns die Mitglieder aussuchen“, erzählt Feuer. Im ganzen Wandsbeker Raum ist Feuerstein der einzige Kickbox-Verein. Gibt es Momente, in denen Feuer nicht mit Kickboxen beschäftigt ist? Ja, wenn er sich entspannt - auch mit Sport, beim Wake-Board-Fahren, Stand-Up-Paddling oder beim Joggen um die Alster. „Das gibt mir ein Gefühl von Freiheit“, schwärmt der Kickboxer. Das braucht er bei so vielen Aktivitäten rund um ein und dieselbe Sportart.
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