Große Sprünge

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Zukünftig kann sich der amtierende Welt- und Europameister einen Job in der Modebranche vorstellen.

Wakeboard-Weltmeister Frédéric von Osten

Barsbüttel. Wie fühlt es sich an, zwei Drittel des Jahres auf Reisen zu sein? Frédéric von Osten, genannt Freddy, muss es wissen: Als Profi-Wakeboarder ist er in der Regel nicht zu Hause in Hamburg, sondern in der ganzen Welt unterwegs. Ob in den USA, auf den Philippinen oder in der Türkei – von Osten ist überall, denn im Winter ist das Wasser in Deutschland viel zu kalt. Seitdem er mit elf Jahren zum ersten Mal auf einem Wakeboard gestanden hat, ist das Brett sein Leben. Er ist Profi, mit 19 Jahren. Er gehört zu den besten. 2010 ist er Juniorweltmeister geworden, dieses Jahr amtiert er als Europa- und Weltmeister, da verblassen seine zahlreichen anderen Auszeichnungen. „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl“, sagt von Osten. Einer seiner Sprünge, die bis zu sechs Meter hoch sind, wurde sogar nach ihm benannt: Der „Eastmobe.“ Abgehoben ist er deswegen nicht: „Ich denke, dass das eine Bestätigung dafür ist, was man gemacht hat.“ Doch wie kann man sich um Beziehungen daheim kümmern, wenn man ständig auf Achse ist? „Es ist nicht ganz einfach. Es gibt manchmal Auseinandersetzungen, wenn man einen Freund vernachlässigt. Aber entweder macht man etwas richtig, oder man macht es nicht.“ Und Freunde und Familie würden ihn sehr unterstützen. Auch die Lehrer in der Schule hätten ihm geholfen, den Realschulabschluss trotz langer Fehlzeiten zu schaffen. Was in der Zukunft kommt, darüber denkt der junge Weltmeister noch nach. Ein Job in der Modebranche vielleicht. Denn von Osten weiß: „Man fährt nicht zehn Jahre Wakeboard und hat dann ausgesorgt.“ (vk)
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