Hamburg: Condors DFB-Pokaltraum ist geplatzt

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Condors Raffael Kamalov (l.) köpft das Leder nach vorne. Rechts Dennis Pannen.
 
Der Pokalsieg wäre für Trainer Christian Woike (li.) ein perfektes Geburtstagsgeschenk gewesen Fotos: Thomas Hoyer

Mannschaft unterliegt im Elfmeterschießen USC Paloma mit 2:3

Von Thomas Hoyer
Hamburg. „Es ist einfach nur eine große Leere da“ - diese Worte von Matthias Bub, dem sportlichen Leiter des SC Condor, spiegeln wohl am besten die Stimmung bei seiner Truppe und den vielen Fans wider, die nach mit 2:3 im Elfmeterschießen verlorenen Endspiel um den Oddset-Pokal gegen den USC Paloma herrschte. Alle hatten fest daran geglaubt, dass man die Barmbeker schlagen würde. Doch jetzt ist der große Traum geplatzt, in der 1. DFB-Pokalhauptrunde gegen einen Bundesligisten anzutreten.
Über 4200 Zuschauer erlebten bei herrlichem Wetter im alt ehrwürdigen Stadion an der Hoheluft eine von beiden Seiten nervös geführte zerfahrene erste Halbzeit, die von den Farmsener weitgehend bestimmt wurde. Doch echte Torchancen gab es kaum. Nach dem Seitenwechsel fand das Team besser ins Spiel, Paloma kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus. Allerdings gelang es den Barmbekern zwei Nadelstiche zu setzen, die fast die Führung gebracht hätten. Ein Flugkopfball von Dennis Pannen verfehlte aber ebenso knapp das Farmsener Gehäuse wie ein Schuss von Kevin Franz. „Das ist alles nur schwer auszuhalten, am liebsten möchte man selbst mitspielen“, so Matthias Bub. In der letzten Viertelstunde besaß sein Team mehrere Chancen, um das Match vor Ablauf der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Kristoffer Laban und Thiemo Kiekbusch, der später mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste, hatte dreimal das 1:0 auf dem Fuß. In der anschließenden Verlängerung war der Oberligist das klar bessere Team, schnürte die weißen Tauben, die nur einmal gefährlich vor Condors Gehäuse kamen, in deren Hälfte ein. Doch Palomas bis dahin schon sehr guter Keeper Yannick Jonas wuchs über sich hinaus, parierte Schüsse von Moritz Mandel und Tevin Tafese, während Laban nur die Latte traf, so dass die Entscheidung schließlich in einem Elferschießen fallen musste. Zuviel für Trainer Christian Woike, der 100 Meter entfernt mit dem Rücken zum Spielfeld nur Ohrenzeuge des weiteren Geschehens wurde. Als ob es der Coach, der als Spieler mit dem USC Paloma 2002 Oddset-Pokalsieger geworden war, bereits geahnt hätte, versagten seinen Schützlingen beim Elfmeterschießen die Nerven. Max Anders, Lars Lüdemann und Laban scheiterten an Palomas Torwart Jonas. Nur Moritz Mandel und Alexander Krohn trafen. Zu wenig, denn beim Gegner verwandelten mit Dirk Savelsberg, Richie Grönsel und Visar Galica drei Schützen. „Wir sind am eigenen Pech gescheitert“, so Condors schwer enttäuschter Trainer Christian Woike, der seinen 36. Geburtstag eigentlich ganz anderes feiern wollte. „Wir haben den Torwart warm geschossen und zum Pokalhelden gemacht.“ Niedergeschlagen wie alle Spieler und Verantwortlichen war auch Söhren Grudzinski, zuständig für den Marketingbereich beim SC Condor. „Das war ein sehr bitterer Tag für den gesamten Verein. Wir haben leider eine große Chance liegen gelassen, unseren Club auch über die Grenzen Hamburgs bekannt zu machen. Mein ganz besonderer Dank geht an die tolle Unterstützung unsere Fans“, so Grudzinski. „Der mit 110.000 Euro verbundene Pokalsieg hätte uns auch finanziell weiter geholfen, da wir in Kürze auf unser Anlange am Berner Heerweg einen Kunstrasen bauen.“

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