Hamburg: Niederlage im Aufstiegsspiel

Anzeige
Rahlstedts Marei Männle (2.v.r.) versucht sich im Schusskreis gegen Tanja Friedemann durchzusetzen Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Sönke Andrees konnte nur mit der ersten Halbzeit zufrieden sein

Rahlstedter HTC verliert gegen Bremer HC 4:6 nach Siebenmeterschießen

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die Enttäuschung nach der Partie war riesengroß. Bereits 2:0 in Führung liegend, verloren die Hockey-Damen des Rahlstedter HTC ihr Aufstiegsspiel zur Regionalliga Nord gegen den Bremer HC nach Verlängerung und Siebenmeterschießen mit 4:6.
Nach einer Niederlage hatte es zunächst überhaupt nicht ausgesehen. In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine von den Spielanteilen her ausgeglichene Partie, in der die Defensivabteilung der Gastgeberinnen ganz hervorragend arbeitete, sich nicht einmal in Verlegenheit bringen ließ, und die eigenen Chancen konsequent genutzt wurden. Einen herrlichen Alleingang schloss Jeanette Kratzenberg aus acht Metern mit dem Führungstreffer ab (6.). In der 20. Minute erhöhte Marei Männle nach einem Angriff über die linke Seite per 12m-Schuss auf 2:0.

Entscheidung vom Siebenmeterpunkt

Nach der Pause präsentierten sich die Gäste wie verwandelt, agierten wesentlich offensiver und rissen sofort das Spielgeschehen an sich, was sich in fünf kurzen Ecken niederschlug. Zweimal konnte Rahlstedts immer mehr in den Blickpunkt rückende Torhüterin parieren. Auch die sechste kurze Ecke wehrte Christina Hafenstein ab, doch beim anschließenden Nachschuss von Charlotte Kaste war sie machtlos (47.). In der Folge drängten die Bremerinnen vehement auf den Ausgleich, gönnten dem weiter in die Defensive gedrängten RHTC keine Verschnaufpause, doch scheiterten sie zunächst noch mit einem Hochkaräter an Christina Hafenstein (53.). 60 Sekunden später verfehlte ein Rückhandschuss nur knapp das Rahlstedter Gehäuse. Das 2:2 ließ nicht mehr lange auf sich warten. Nach Fehlpass von Ann-Charlotte Berthold in die Vorhand einer gegnerischen Spielerin, setzte sich die Torschützin Sarah Wolke im 1:1-Duell gegen Christina Hafenstein durch und schoss zum Ausgleich (59.) ein. Eine weitere Riesenchance ließen die Bremerinnen ungenutzt, als Rahlstedts Torhüterin parieren konnte. So blieb es beim 2:2. Und auch nach den notwendig gewordenen 2 x 7:30 MinutenVerlängerung, in der ein heftiger Wolkenbruch einsetzte und nur der Gast eine von Christina Hafenstein vereitelte Konterchance besaß, gab es keinen Sieger. Im fälligen Siebenmeterschießen verwandelten die Gäste viermal, während beim RHTC nur Daniela Grasshoff und Marei Männle trafen. Ann-Charlotte Berthold und Natalie Kratzenberg vergaben.
„Mit der ersten Halbzeit war ich wirklich sehr zufrieden. Wir haben unsere Chancen effektiv genutzt“, so Trainer Sönke Andrees. „Nach der Pause wurde die Mannschaft durch den zunehmenden Druck der Gegners immer nervöser. Nach vorne lief nichts mehr. Das Siebenmeterschießen haben die regionalligaerfahrenen Bremerinnen souverän für sich entschieden.“

Erfolgreiche Saison trotz allem

Trotz der schmerzlichen Niederlage können die Rahlstedterinnen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Im Winter gelang der völlig überraschende Sprung in die Regionalliga, Deutschlands zweithöchste Klasse in der Halle. Das entscheidende Aufstiegsspiel gewann die Truppe von Trainer Andrees gegen den DTV Hannover mit 4:2. Davon offenbar beflügelt, schlug sich das Team auch im zweiten Teil der Feldsaison hervorragend. Nach hartem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Großflottbeker THGC fehlte am Ende nur ein Tor zur Meisterschaft in der Oberliga, wobei die Teilnahme am Aufstiegsspiel gegen den Bremen-Niedersachen-Meister bereits vier Spieltage vor Saisonende feststand, da die Flottbekerinnen als „Zweite“ nicht aufsteigen durften.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige