Hamburg: RSC-Kicker sind nicht zu stoppen

Anzeige
SCALAS Spieler versucht den Pass von Steve Theis (r.) abzufangen Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Jürgen Evers, der Vater des Erfolges

U18-Verbandsliga: A-Junioren wollen ihre letzte Saison mit dem Titel krönen

Von Thomas Hoyer
Hamburg-Rahlstedt Mit sechs Siegen aus sechs Spielen führen die A-Junioren des Rahlstedter SC die Tabelle der U18-Verbandsliga mit vier Punkten Vorsprung an. In der letzten Partie bezwang das Team von der Scharbeutzer Straße, das nach einer langen erfolgreichen Juniorenzeit altersbedingt zum Saisonende in den Herrenbereich wechselt, den SC Alstertal-Langenhorn hoch verdient mit 2:1.
Gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Verfolger SCALA gingen die Rahlstedter mit viel Elan zu Werke, schließlich galt es, nicht nur den härtesten Widersacher abzuschütteln, sondern auch den erst wenige Tage zuvor eröffneten neuen Kunstrasen mit einer guten Leistung einzuweihen. Das sollte sich bereits in der 8. Minute auszahlen. Nach Doppelpass mit Steve Theis traf Spielmacher Matteo Evers per 12m-Schuss ins kurze Eck zur umjubelten 1:0-Führung. In der Folge agierten die Gastgeber etwas abwartend, lauerten auf Konter des Gegners, der bis Mitte der ersten Halbzeit Feldvorteile besaß, aber zu keiner echten Torchance kam. Anschließend übernahmen die 17 und 18-jährigen Rahlstedter wieder das Kommando und erspielten sich einige Möglichkeiten. In der 38. Minute war es dann soweit: Nach einer wunderschönen, von Matteo Evers eingeleiteten Kombination über Marco Theis, dessen Querpass von der Grundlinie Ahmad Massoud aus sieben Metern nur noch einzuschieben brauchte, hieß es 2:0.
Partie voll im Griff
Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es beim Gegner einige Umstellungen, die jedoch nichts daran ändern konnten, dass die Platzherren die Partie im Griff hatten. Es ergaben sich dabei diverse Kontermöglichkeiten, allerdings ohne zählbaren Erfolg, da die Linienrichterin immer wieder Abseits anzeigte. Gleich drei Treffer von Steve Theis, seinem Cousin Marco und Matteo Evers wurden nicht anerkannt. „Das waren für mich alles reguläre Treffer“, ärgerte sich Jürgen Trainer Evers. So geriet sein Team statt eines ungefährdeten Vorsprungs plötzlich noch einmal in Gefahr, als Keeper Danny Cügannek patzte, und es nur noch 2:1 hieß (80.). Doch war der RSC bis zum Schluss dem dritten Treffer näher als der Gast dem Ausgleich.

Verdiente Favoritenrolle

Im bisherigen Saisonverlauf bestätigten die Rahlstedter ihre Favoritenrolle, nachdem sie als jüngerer A-Jugend Jahrgang in der letzten Saison mit Platz fünf schon eine Klasseleistung gezeigt hatte: Alle bisherigen sechs Spiele wurden gewonnen. „Unser Ziel war es, sofort für klare Verhältnisse zu sorgen“, so Trainer Evers. „Das ist uns eindrucksvoll gelungen. Meine Jungs haben in allen bisherigen Spielen überzeugt, wobei mir die Leistung gegen SCALA besonders gefallen hat.“ Für eine Aufwertung des 22-köpfigen Kaders hatten vor Beginn der Serie drei Zugänge gesorgt, von denen Philip Topalis (Eintracht Norderstedt) und der frühere Auswahlspieler Lukas Wenzel (BU) zur ersten Elf gehören. Zudem kehrte mit Joshua Heinsen ein RSC-Urgestein vom SC Condor zu seinem alten Verein zurück.

Wechsel in den Herrenbereich

Mit dieser Saison geht die große Ära einer Mannschaft zu Ende, deren harter Kern bereits seit 2001 zusammenspielt und im Laufe der Zeit zahlreiche Meisterschaften und Aufstiege feiern konnte, darüber hinaus rund 500 Pokale bei Feld- und Hallenturnieren gewann. Mit Ausnahme von Philipp Lantz, Özgür Bolut und Mischa Akhavan, die einzigen Spielers des Jahrgangs 1997, werden alle Kicker in den Herrenbereich wechseln. Natürlich hofft man beim RSC, dass möglichst viele von ihnen ihrem Verein treu bleiben und in der eigenen Ligamannschaft weiter spielen, doch liegen einigen bereits Angebote anderer Clubs aus höheren Klassen bis hin zur Regionalliga vor.
„Ich bin sicher, dass unsere Kicker ihren Weg machen werden“, erklärt Jürgen Evers. „Aber noch ist es nicht soweit. Zunächst gilt es, das letzte große Ziel zu realisieren. Wir wollen uns als Meister verabschieden und gleichzeitig dafür sorgen, dass der nachfolgende Jahrgang in der nächsten Saison in der Regionalliga spielen kann.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige