Hamburg: Siegtreffer in der Nachspielzeit

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Tim Hochheiser in Siegerpose. Wenige Sekunden zuvor verwandelte der 27-Jährige einen Elfmeter zum entscheidenden 4:3 Fotos: Thomas Hoyer
 
Neuzugang Maik Rubbert (l.) verliert das Kopfballduell gegen Marco Körner

Tus-Berne dreht 0:2-Rückstand gegen Niendorf noch zum Sieg. Hattrick für Marschall

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Großer Jubel nach dem Schlusspfiff bei den Bezirksligakickern des Tus Berne: Nach 0:2-Rückstand gewannen die Platzherren durch einen in letzter Sekunde verwandelten Elfmeter verdient mit 4:3 gegen den Niendorfer TSV III.
Bei ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison wurden die Berner erwischt. Bereits nach 120 Sekunden geriet das Team nach einem unglücklich von Maik Rubbert verlängerten Eckball durch ein Kopfballtor ins Hintertreffen. Weitere fünf Minuten später hieß es sogar 0:2, verschuldet von Kapitän Jonas Bünning, der den Ball dem Torschützen vor dem Strafraum direkt in den Lauf spielte. In der Folge kamen die Gastgeber zwar etwas besser ins Spiel, allerdings blieb die Mannschaft in der ersten Halbzeit vieles schuldig. Dennoch gab es drei gute Möglichkeiten: Timo Hoppe hatte mit einem Schuss an die Oberkante der Latte Pech (14.), Rubbert war das leere Tor nicht groß genug (27.), und auch Benny Marschall zielte schlecht (39.). Nach der Pause waren die Berner, bei denen noch einige Urlauber fehlten, dann aber voll da. Das gilt vor allem für Marschall, der zwar zunächst das Kunststück fertig brachte, das Leder aus knapp einem Meter dem Torwart in die Arme zu schießen, dann aber nicht mehr zu halten war und mit einem lupenreinen Hattrick das Blatt wendete (61., 68., 79.). Besonders schön war der Ausgleichstreffer, als Marschall die Kugel nach herrlicher Vorarbeit von Dennis Bünger volley aus fünf Metern unter die Latte hämmerte. Die in der zweiten Halbzeit harmlosen Niendorfer gaben aber nicht auf und erzielten kurz vor Ende der regulären Spielzeit das 3:3. Nur Glück, dass der Schiedsrichter vier Minuten nachspielen ließ. Sekunden vor dem Abpfiff wurde Tim Hochheiser im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte der 27-Jährige selbst zum Siegtreffer.

Drei Rückkehrer im neuen Kader

Nach dem enttäuschenden 13. Platz der vergangenen Saison, in der Trainer Tom Woltemath teilweise bis zu zehn Ausfälle zu beklagen hatte, darunter auch einige Dauerverletzte wie Benny Kuschma, Marco Jessen oder Sören Liesener, hat man sich nicht nur qualitativ sondern auch in der Breite deutlich verstärkt. Zu den zehn Zugängen gehören mit Jens Menda, Mirco Albrand und Alexander Mihailuk drei alte Bekannte, die nach einjähriger Abwesenheit an die Berner Allee zurückkehrten. Zu den Verstärkungen zählen auf jeden Fall der landesligaerfahrene Stürmer Benny Marschall und Mittelfeldspieler Maik Rubbert. „Ich bin sicher, dass unser neuer Kader stark genug ist, um in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen“, so Trainer Woltemath, dessen Team allerdings mit einer 0:3-Niederlage in die neue Serie startete. Dabei konnte das Team beim Topfavoriten SC Poppenbüttel immerhin 65 Minuten ein 0:0 halten. Besser lief es im Pokal, wo man zunächst Staffelkonkurrent Walddörfer SV nach Elfmeterschießen 8:7 bezwang und am vergangen Donnerstag beim Ahrensburger TSV durch Tore von Benny Kuschma (2), Hochheiser und Marschall 4:1 gewann. In Runde 3 haben die Berner ein Freilos.
ZUGÄNGE: Fernando (TSV Wandsetal), Tiedjens (tus Berne II), Menda (reaktiviert), Baumann (VfL 93 II), Stefan Görtz (vereinslos), De Rossi (tus Berne III), Mihaluk (SC Condor II), Albrand (SC Condor 2), Ruppert (SV Bergstedt) Marschall (SC Sperber).
ABGÄNGE: Michael Schnabel (Karrierende), Patrick Rickert (pausiert), Fabian Zettel (eigene 4. Herren), Till Sturm, Kay Tamm (beide Pause wegen Verletzung).

AUFGEBOT 2014/2015

TOR: Maik Tiedjens, Dennis Fernando;
Feldspieler: Bastian Miotke, Nick Baumann, Thorsten Rathge, Burak Batbayli, Jonas Bünning, Sören Liesener, Hubert Czorniej, Kevin, Krützelmann, Jens Menda, Marcel Beyer, Stefan Görtz, Alexander Mihaluk, Phillipp Ottens, Marco Jessen, Florian Völker Dennis Bünger, Ali Yildirim, Dennis Facklam, Pascal de Ross, Mirco Albrandt, Maik Rubbert, Tim Hochheiser, Timo Hoppe, Benjamin Marschall, Benjamin Kuschma.
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