Hamburg: Zehn Fäuste für den TH Eilbeck

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Die erfolgreiche Boxriege des TH Eilbeck (hintere Reihe): Co-Trainer Roberto Rosseli, Ammar Abduljabbar, Bujar Murseli, Trainer André Walther; (vordere Reihe): Meriton Rexhepi, Zlatko Strauch und Ahmadullah Noori Foto: Thomas Hoyer

Fünf Nachwuchs-Boxer räumen bei Hamburger Amateurmeisterschaften ab

Von Thomas Hoyer
Eilbek. Mit zwei Titeln und drei Vizemeisterschaften stellte der TH Eilbeck bei den diesjährigen Hamburger Amateur-Boxmeisterschaften einmal mehr die erfolgreichste Riege.
Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Zlatko Strauch, der in der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm Serkan Nacarli vom BC Heros vor die Fäuste bekam, ein starker, in rund 80 Ringschlachten erprobter Gegner. Doch konnte der 25-jährige Strauch das Geschehen von Beginn an dominieren. Viermal musste sein Kontrahent im Verlaufe der drei Runden angezählt werden, so dass es am Ende einen einstimmigen Punktsieg gab. „Zlatko ist in toller Verfassung und in der Lage, sich bei Deutschen Meisterschaften ins Finale zu boxen“, sagt Trainer André Walther.

Erster Titelgewinn

Ebenfalls als Favorit in den Ring geklettert, lieferte auch Ammar Abduljabbar bei seinem ersten Titelgewinn eine tadellose Leistung ab. Nur zu Beginn musste sich der 18-jährige Halbschwergewichtler (-81kg.) einiger druckvoller Angriffe seines Gegners Max Degenhardt (Agon) erwehren. In Runde zwei musste sein Kontrahent bereits zweimal angezählt werden, und als Ammar im dritten Durchgang zwei weitere Wirkungstreffer landen konnte, brach der Ringrichter das ungleiche Gefecht ab. „Ammar ist ein sehr starker Angriffsboxer, der ein hohes Tempo gehen kann“, lobt Walther seinen Schützling. „Bei den Deutschen U21-Meisterschaften Anfang Oktober in Moers sehe ich ihn ganz weit vorne.“ Hervorragend schlug sich auch Ahmadullah Noori, der im Finale des Halbweltergewichts auf den erfahrenen Jordan Karpachev (Boxschmiede) traf. Doch seine gute Vorstellung wurde am Ende nicht belohnt. Der 18-Jährige verlor umstritten mit 1:2-Richterstimmen. „Für mich ein ganz klares Fehlurteil“, ärgerte sich André Walther. „Ahmadullah hatte für mich die zweite und dritte Runde mit gut gesetzten Kontern klar gewonnen.“
Ganz eng ging es im Mittelgewichtsfinale zwischen Meriton Rexhepi (THE) und dem Deutschen U21-Meister von 2012, Muhammed Bangaev (Box-Out), zu. Der Eilbeker fand zunächst nicht in den Kampf und als er schließlich in der dritten Runde voll aufdrehte, war es zu spät. Der 18-Jährige, der in der 1. Bundesliga für den Nordhäuser SV boxt, musste sich mit 1:2-Richterstimmen geschlagen geben.

Gute Chancen

Ein gelungenes Debüt bei seinen ersten Hamburger Titelkämpfen in der Männerklasse feierte trotz einer Niederlage Bujar Murseli. In einem ausgeglichenen Kampf unterlag der gerade erst 18 Jahre alt gewordene Weltergewichtler dem mehrfachen Hamburger Meister Berat Tolga Aciksari (Harburger SC) knapp mit 1:2-Richtertstimmen. „Alles in allem bin ich mit unserem Abschneiden hochzufrieden“, sagt Trainer Walther. „Meine fünf Boxer verfügen über viel Talent. Wenn sie weiter so engagiert bei der Sache sind, wird man noch viel von ihnen hören.“
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