Karate als Entdeckungsreise

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Karatelehrer Sevki Akyildiz (links) vom Dojo-Hamburg e.V. ist der Spaß und die Lernfreude seiner Schützlinge wichtig. Foto: hfr
 

Verein Dojo-Hamburg e. V. lehrt die Kampfkunst mit ganzheitlichem Ansatz

Barmbek. „In der Ruhe liegt…“ Karate-Trainer Sevki Akyildiz deklamiert diesen halben Satz zwischendurch immer mal wieder während seiner Trainingsstunde im Bürgerhaus Barmbek wie ein Mantra, atmet tief ein und funkelt seine kleinen Schüler dabei herausfordernd und gleichzeitig humorvoll mit seinen dunklen Augen an. „…die Kraft!“, beenden die Vier- bis Sechsjährigen hör- wie sichtbar stolz auf ihr Wissen den Spruch, und mit der ‚Zappelei’ ist’s - zumindest temporär - vorbei. Höchst konzentriert beobachten die kleinen Karateka jede Bewegung, die ihr Lehrer ihnen vorführt. Um diese sogleich mit viel Elan nachzuahmen. „Ich versuche, eine humanistische Anschauung mit der Essenz des traditionellen, japanischen Karate Do meines verstorbenen Meisters Hidetaka Nishiyama zu verbinden“, sagt Sevki Akyildiz. Der 50-jährige Lehrer vom Verein „Dojo-Hamburg e. V.“ gibt seinem Weg des ganzheitlichen Karate einen japanischen Namen: Zentai-Karate Do. „Zen tai“ steht dabei für den ganzen Menschen – als ausbalancierte Einheit von Körper, Seele und Verstand. „Als ich vor 22 Jahren Meister Nishiyama in Los Angeles kennen lernte, konnte ich schon auf eine erfolgreiche Wettkampflaufbahn zurückblicken“, erinnert sich der ehemalige Kämpfer in der türkischen Karate-Nationalmannschaft. Er habe angenommen, er wisse schon fast alles über die Kampfkunst, wurde aber „eines Besseren belehrt“, sagt Akyildiz heute. „Ich fing noch mal von vorne an.“ Mit nämlichem ganzheitlichem Ansatz: Neben gesundheitlichen Aspekten steht in seinen Kursen die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Zum Konzept jeder Übungsstunde gehören außerdem obligatorische Spiele – bei denen die Kinder fast nebenbei lernen, demokratisch und gerecht mit zu entscheiden, aber auch den freundschaftlichen und respektvollen Umgang miteinander. Während der technische Teil des Karate-Unterrichts den Sinn für die eigene Mitte, den Aufbau von Körperspannung und die Stärkung des Selbstbewusstseins fördert, sollen kleine geführte Atem-Meditationen auch die kreativen Potenziale des Nachwuchses weiterentwickeln. „Erzieherisch gilt mein Bemühen der Erweiterung sozialer Kompetenzen und dem Stärken des Vertrauens in die den Kindern geschenkten Begabungen, ihren angeeigneten Fähigkeiten und Fertigkeiten.“ Vertrauen stärken – auf einer Art „Entdeckungsreise“, das sei ihm ein großes Anliegen.
Und bei aller Anstrengung Werte, Technik und Methoden der Kampfkunst zu vermitteln, gehören in Sevki Akyildiz’ Kursen in jedem Fall Spaß und Heiterkeit dazu… Dabei entpuppt sich der Meister des Karate auch als Meister der Grimassen und des Wortwitzes, was die Kinder nicht nur mit herzhaftem Lachen, sondern auch mit viel Eifer und Aufmerksamkeit honorieren. (ba/hfr)

Schnupperkurs-Termine für Kinder ab 6 Jahre
bietet Dojo-Hamburg
e.V. in den Herbstferien donnerstags von 14.30 bis 15.30 Uhr, im Bürgerhaus Barmbek, Lorichstraße 28A.
Immer montags 18 bis 19 Uhr findet ein Schnupperkurs
für Erwachsene in der Stadtteilschule, Fraenkelstraße, statt.
Mehr Infos im Internet unter:
http://www.dojo-hamburg.de
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