Kickboxnachwuchs aus Hamburg kämpft in Dublin

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Stelios Coparanis ging in der Gewichtsklasse bis 32 Kilogramm an den Start Foto: Hoyer
 
Nele Feuer präsentiert stolz ihre Medaille und die Trophäe der Weltmeisterin Foto: Hoyer

Nele Feuer ist stolz auf ihre Medaille und die Trophäe der Weltmeisterin

Von Thomas Hoyer
Tonndorf/Wandsbek
Sie ist erst 13 Jahre alt, doch ihre bisher errungenen Erfolge haben es in sich: Kickboxerin Nele Feuer wurde im irischen Dublin zum zweiten Mal nach 2014 WAKO-Weltmeisterin in der Disziplin „Point Fighting“. Nach dem ersten WM-Triumph träumte Nele Feuer zwar von der Titelverteidigung, aber für ihren Vater und Trainer Frank Feuer war das beiliebe keine Selbstverständlichkeit: „Nach dem Wechsel in die Jugend A der 13- bis 15-jährigen gehörte meine Tochter in dem zehn Mädchen zählenden Starterfeld zu den Jüngsten. Eine Medaille war aber schon unser Ziel.“ Und es schien, als ob sich die anfängliche Skepsis von Frank Feuer gleich zum Auftakt bestätigen würden. In ihrem ersten Kampf traf Nele, die in der Klasse über 65 Kilogramm antrat, nämlich auf die Dänin Hatidza Topcibasic, die einen Kopf größer war und demzufolge ganz klare Reichweitenvorteile besaß. „Da war uns schon etwas mulmig“, so Feuer. Aber seine Bedenken sollten sich schnell zerstreuen. Zwar geriet Nele 0:1 Rückstand, doch danach war sie nicht mehr zu stoppen, spielte ihre größere Schnelligkeit bei Kontern aus und gewann schließlich durch Abbruch wegen technischer Überlegenheit aufgrund ihres Vorsprungs von zehn Punkten. Am Ende hieß es 11:1. Wesentlich schwerer hatte es die 13 Jahre alte Tonndorferin bei ihrer nachfolgenden Auseinandersetzung mit der Irin Alexandra Brennan, die vor heimischer Kulisse kämpfte und von ihren Fans angefeuert wurde. Für Nele eine durchaus bekannte Gegnerin, die sie bereits zweimal geschlagen hatte. Auch diesmal lief es prima. Hoch konzentriert zu Werke gehend, lag die junge Hamburgerin stets in Führung und gewann am Ende mit 19:13, gleichbedeutend mit dem Sprung ins Finale. Dort wartete Elizabeth Simonics, ihres Zeichen Mitglied des Kiraly-Teams aus Ungarn, die mit Abstand stärkste Nation im „Point Fighting“. Doch auch hier lief es super. Nele lag zur Pause der zweimal zweiminütigen Kampfzeit gegen ihre noch ziemlich verhalten agierende Kontrahentin bereits 4:0 in Führung und konnte auch die Schlussattacken ihrer Gegnerin mit Bravour überstehen, baute ihren Vorsprung dabei sogar noch auf 12:6 aus. „Mein großes Trainingspensum hat sich ausgezahlt“, strahlt die alte und neue Weltmeisterin. „Ich habe mit meinen Vater mindestens zehn Trainingseinheiten pro Woche absolviert.“ Großes Pech bei der Auslosung hatte der zweite, von Feuersports e.V. in die Nationalmannschaft berufene Teilnehmer, Stelios Coparanis, der in der Gewichtsklasse bis 32 Kilogramm an den Start ging. Der zwölfjährige Tonndorfer traf nämlich gleich zu Beginn auf den späteren Weltmeister Andrea Lombardo aus Italien. Bis zum 3:3 konnte Stelios sehr gut mithalten, kam dann nach 3:5 Rückstand wieder auf einen Punkt heran und versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, um das Blatt zu wenden. Am Ende aber musste sich der Schüler mit 4:6 geschlagen geben. „Stelios war natürlich richtig enttäuscht, dass so schnell das Aus kam“, so Frank Feuer. „Seine Teammitglieder haben ihn aber schnell wieder aufgemuntert.“ Die nächste Bewährungsprobe für die Kickboxerinnen und Kickboxer von Feuersports steht bereits vor der Tür. An diesem Wochenende nehmen rund 30 Aktive des Clubs aus dem Ölmühlenweg an der „Manus-Trophy“ im nordhessischen Niestetal-Sandershausen teil, einem der größten deutschen Kickboxturniere.
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