Klassenerhalt geschafft

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Tim Maier (l.) im Zweikampf mit dem Kanadier Michael Piluso (HSV) Foto: Thomas Hoyer
 
Stefan Gebauer (l.) erzielte fünf Treffer Foto: Hoyer

Crocodiles zeigen in der Relegation endlich ihre scharfen Zähne

Von Thomas Hoyer
Farmsen
Das hätten nur die wenigsten erwartet: Nach einer Hauptrunde, die auf dem letzten und 18. Tabellenplatz mit großem Rückstand auf die davor liegenden Teams endete, zeigten die Crocodiles in der Relegation um den Klassenerhalt endlich Zähne. Mit einer Leistungssteigerung verhinderte die Truppe von Trainer Vladimir Polkovnikovs, der vor vier Wochen den nach der 2:11-Niederlage in Timmendorf von sich aus zurück getretenen Trainer Sven Gösch abgelöst hatte, als Gruppenerster den drohenden Abstieg von der Oberliga in die Regionalliga. Im letzten von sechs Relegationsspielen, das am vergangenen Freitag vor rund 800 Zuschauern in der Eissporthalle Farmsen stattfand, konnten die Crocodiles die vielen Enttäuschungen der Hauptrunde vergessen lassen. Mit 4:0 (0:0, 2:0, 2:0) gab es einen umjubelten Sieg gegen den HSV, der damit als Drittplatzierter der Relegation sportlich abgestiegen ist und nur noch darauf hoffen kann, dass eine Oberligamannschaft zurückzieht. In der sehr fairen Partie brachte der Finne Markus Kankaanranta die Gastgeber in der 5. Minute des zweiten Durchgangs im Nachschuss mit 1:0 in Führung. 15 Sekunden vor Schluss des Drittels nutzte Nikolai Varianov die erste Strafzeit des Gegners zum zweiten Tor. Im letzten Spielabschnitt musste der HSV alles riskieren, um nicht abzusteigen, da der direkte Konkurrent um Platz zwei der Relegation, Preußen Berlin, seine Partie inzwischen bereits gewonnen hatte. Das HSV-Team besaß zwar seine Chancen, doch die Tore erzielten weiter die Crocodiles, Nach tollem Solo erhöhte Anton Zimmer auf 3:0. Der letzte Treffer geht auf das Konto von Tobias Bruhns. Besonderen Grund zur Freude hatte an diesem Tag Keeper Elmar Trautmann, trotz sehr guter Leistung in der Hauptrunde mit 283 Gegentoren in 42 Partien die Schießbude der Liga, dem sein erstes „Shutout“ (Spiel ohne Gegentor) gelang.

Auf Oberligasaison vorbereiten


Bereits der Auftakt zu den sechs Relegationsspielen der vier Letztplatzierten der Oberliga Nord verlief für die Crocodiles viel versprechend. In eigener Halle gab es in einem hart umkämpften Spiel einen 8:4-Erfolg gegen Preußen Berlin. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte Stefan Gebauer, der im letzten, mit 4:2 gewonnenen Drittel gleich dreimal traf. Die zweite Auseinandersetzung beider Teams in Berlin, die nach regulärer Spielzeit 3:3 gestanden hatte, wobei es den Farmsenern gelungen war, im letzten Drittel einen 1:2 Rückstand wettzumachen, gewann der Gegner nach Penaltyschießen mit 4:3. Jan Michalek und Varianov vergaben. Es folgte der erste Vergleich mit dem HSV, der mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen wurde. Für den entscheidenden Treffer sorgte Markus Kankaanranta. Dritter Gegner der Crocodiles war FASS Berlin. Beide Matches standen auf des Messers Schneide. Nach einem 3:1 in eigener Halle, gewann das Team um Kapitän Tobias Bruhns – der etatmäßige Mannschaftsführer Jan Tillert fiel verletzt aus – nur 36 Stunden später auch in der Hauptstadt mit 6:5, womit der Klassenerhalt vorzeitig perfekt war. „Nach dieser schweren Saison freuen wir uns über den Klassenerhalt und darüber, dass wir einen weiteren großen Schritt zur Nummer zwei im Hamburger Eishockey gemacht haben“, so Nils Abraham, Pressesprecher der Crocodiles. „Diesen Weg wollen wir jetzt weiter gehen und uns auf die Oberligasaison 2016/ 2017 vorbereiten.“
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