Luft im Abstiegskampf verschafft

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Das Kreisligateam konnte am vergangenen Sonntag endlich einen Dreier einfahren. In dieser Szene kämpft Wandsetals Steffan Hanack (r.) mit Patrick Doose um den Ball Foto: th
 
Mirko Päsler, Trainer der Bezirkligatruppe, ist sicher, dass sein Team nicht absteigt Foto: th

TSV Wandsetal II gewinnt 2:0 gegen Eppendorf/Groß Borstel. Leistung lässt zu Wünschen übrig

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Von der ersten und zweiten Ligamannschaft des TSV Wandsetals gab es nach der Winterpause bisher nichts Positives zu berichten. Beide Teams kassierten Niederlage auf Niederlage und gerieten in den Abstiegsstrudel. Zumindest was die in der Kreisliga spielende „Zweite“ betrifft, konnte der Negativtrend am vergangenen Wochenende mit einem 2:0-Erfolg über die TSV Eppendorf/ Groß Borstel 08 endlich gestoppt werden. Und auch die Leistung der Bezirksligatruppe macht Mut, obwohl das Team gegen Spitzenreiter Elazig Spor mit 0:1 verlor.
Eine etwas unglückliche Niederlage, denn in der ersten Halbzeit stand die seit elf Spielen sieglose und auf den letzten Platz abgerutschte Mannschaft kompakt, ließ keine Chance des Gegners zu, war ihrerseits dem 1:0 ganz nahe. Zweimal vergab Mark Muzelius. Bei der dritten Möglichkeit kam der von Muzelius angespielte Osman Baletz nicht an das Leder. Nach der Pause besaß der Spitzenreiter zwar einige gute Konterchancen, doch erst in der Schlussphase hatte auch André Goetze das 1:0 auf dem Fuß.

Neu formiert


Wie konnte es überhaupt zu einem derartigen Absturz der Bezirksligakicker kommen? Nach Saisonende hatte sich die erste Mannschaft nahezu komplett aufgelöst. Mit Sascha Wenzien war lediglich ein Spieler geblieben. Die neu formierte Mannschaft, im wesentlichen Kicker der Kreisligatruppe plus Zugänge, startete zwar sehr ordentlich in die neue Saison, doch als mit Can Ersin, der in Bremen einen Studienplatz erhielt, Erkan Özguc (Bänderrisss) und Daniel Sousa (Knieprobleme) drei wichtige Spieler ausfielen, setzte langsam die Talfahrt ein. Zwar überwinterte das Team mit passablen 23 Punkten auf Platz neun, doch sechs Abgänge zur „Zweiten“ zum SC Vorwärts-Wacker sowie das Karriereende von Keeper Yakup Kaya (Schulterverletzung) und der Ausfall von Maurice v. Sturm (chronische Patellasehnenreizung) ließen den Kader weiter ausdünnen. Immerhin gab es eine Reihe von Zugängen, darunter Torwart Gerrit Peschke, Verteidiger Marcel Loitz (beide SV Tonndorf-Lohe) und die beiden Mittelfeldspieler Mark Muzelius (von Condor II) und Osman Baletz, der nach einem USA-Aufenthalt wieder zu seinem alten Verein zurückkehrte. „Die Neuen konnten erst später ins Training einsteigen, weshalb mir fast drei Wochen zur Vorbereitung fehlten“, so Wandsetals arg gebeutelter Trainer Mirko Päsler, der mit seiner Truppe Mitte Februar einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste, als der SC Europa zurückzog und seinem Team sechs Punkte abgezogen wurden. „Doch jetzt scheint sich meine Mannschaft langsam zu finden, wie man gegen Elazig Spor gesehen hat“, so Päsler. „Ich bin sicher, dass wir am Ende den Klassenerhalt schaffen.“

Kampf und Krampf


Auch die ebenfalls neu formierte Zweite startete mit sieben Punkten aus drei Partien recht ansprechend in die Saison, doch danach gab es weitaus mehr Schatten als Licht. Vor allem deshalb, weil einige Kicker wegen Personalnot in das Bezirksligateam hochgezogen werden mussten, zudem mit Allrounder Dennis Stellmann ein Schlüsselspieler mit Knieproblemen mehrfach ausfiel. Gleich fünfmal kassierte das Team von Trainer Ulli Melzer mindestens sechs Gegentore (SC Sternschanze 0:7 und 0:6, VfL Hammonia 1:9, FC Winterhude 0:6, Duvenstedt 0:7). Am vergangenen Sonntag konnte nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder ein Dreier eingefahren werden, womit man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte. 2:0 hieß es nach 90 Minuten gegen den zuletzt ebenfalls sieglosen Aufsteiger Eppendorf/ Groß Borstel. Dennoch ließ die Vorstellung der Wandsetaler viele Wünsche offen. In einer mäßigen Partie erspielten sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit zwar ganz klare Feldvorteile, doch echte Chancen gab es kaum. Nur einmal, in der 23. Minute, waren die Platzherren dem 1:0 ganz nahe, als ein Kopfball von Kristof Westermann und ein Schuss von Steffan Hanack kurz hintereinander auf der Linie geklärt wurden. So dauerte es bis zur der 75. Minute, ehe Westermann nach Hereingabe von Hahn aus zwölf Metern zur erlösenden Führung traf. Hahn selbst machte mit dem 2:0 nach schönem Steilpass von Burak Sengül alles klar (84.). „Der Sieg geht zwar in Ordnung“, so Ligaobmann Rüdiger Goertz, „aber unter dem Strich war es nur Kampf und Krampf. Bei zeitweise 70 bis 80 Prozent Ballbesitz hätte man viel früher alles klar machen müssen.“
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