Rahlstedter SC: Mission „Klassenerhalt“

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Can Dünzel (r.) mit unwiderstehlichem Antritt. Der 18-Jährige traf gegen Frisia fünfmal Foto: Thomas Hoyer
 
Mit der Verpflichtung Trainer Reza Khosravinejad kehrte die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurück Foto: Hoyer

Die A-Junioren sind auf einem guten Weg, Trainer bewertet Entwicklung positiv

Von Thomas Hoyer
Rahlstedt
Seit der Verpflichtung von Trainer Reza Khosravinejad weht bei den A-Junioren des Rahlstedter SC ein frischer Wind, der bei noch sechs ausstehenden Spielen auf den Klassenhalt in der Regionalliga Nord hoffen lässt.
Am vergangenen Sonnabend besiegte das Team den SV 03 Frisia Risum-Lindholm auch in dieser Höhe verdient mit 7:1. Die Rahlstedter nahmen gegen den Tabellenletzten von Beginn an das Zepter in die Hand. Bereits in der 7. Minute traf Can Düzel, der vorher gefoult wurde, von halblinks per 20-Meter-Freistoß ins kurze Eck. Weitere Möglichkeiten ließen die überlegen agierenden Platzherren zunächst ungenutzt. Distanzschüsse von Düzel und Arthur Schander sowie ein Kopfball des bei einer Ecke aufgerückten Philip Idziak verfehlten das Tor. So dauerte es bis zur 29. Minute, ehe die Weichen auf Sieg gestellt werden konnten. Schander traf aus 19 Metern mit einem schönen Flachschuss ins Eck zum 2:0. Den dritten Treffer durch Düzel bereitete Collins Baafi vor (39.). Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Mirab Jaschidi mit einem wunderschönen 18-Meter-Lattenknaller Pech. Bereits 55 Minuten waren gespielt, als der Gast zu seiner ersten echten Torchance kam, die RSC-Keeper Pascal Marquardt jedoch vereiteln konnte. Ein Kopfball nach anschließender Ecke verfehlte knapp sein Gehäuse. Kurz darauf musste sich Marquardt ganz lang machen, als ein weiter Abschlag seines Kollegen im Frisia-Tor einige Meter vor ihm aufprallte. Dann unterlief Rahlstedts Torwart allerdings ein krasser Fehlpass, den der Gegner zum 1:3 nutzte (67.). Doch der Sieg des RSC geriet nicht mehr in Gefahr. Ganz im Gegenteil, als bei den Nordfriesen in der 73. Minute ein Spieler mit Gelb-Rot das Feld räumen musste, hatten die Platzherren leichtes Spiel. Nur 120 Sekunden später setzte sich Düzel im Strafraum gegen zwei Mann durch und traf ins lange Eck zum 4:1. Der fünfte Treffer ließ nur weitere drei Minuten auf sich warten, wiederum erzielt von Düzel, der keine Mühe hatte, eine flache Hereingabe von Nickolas Günther über die Linie zu drücken. Treffer Nummer sechs gegen Frisias völlig indisponierte Abwehr geht auf das Konto des eingewechselten Emmanuel Adjouman, ehe abermals Düzel nach Fehler des Gästekeepers, der eine Flanke von Adjouman über die Fingerspitzen rutschen ließ, zum 7:1-Endstand abstauben konnte (85./89.). „Das war eine ordentliche Leistung von uns“, so Trainer Khosravinejad. „Besonders gefreut hat mich, dass unsere umgestellte Defensive so gut funktioniert hat.“

Jedes Spiel ein Finale

Nach sechs sieglosen Spielen und der 0:16-Pokalniederlage gegen den Bundesligisten HSV hatte Reza Khosravinejad vor drei Wochen das Traineramt des Regionalligisten übernommen. „Ich habe sofort gesehen, dass die individuelle Klasse da war. Für mich galt es deshalb der Mannschaft schnellstmöglich die nötige Disziplin einzuimpfen und dafür zu sorgen, dass sie wieder zu einer echten Einheit wird.“ Gleich das erste Spiel unter dem neuen Coach brachte endlich einen Dreier und damit die Hoffnung zurück, dem drohenden Abstieg zu entgehen. Beim Tabellenachten TuS Komet Arsten gewannen die Rahlstedter durch zwei Treffer von Düzel mit 2:1. „Wir dürfen jetzt nur von Spiel schauen, hart weiter arbeiten und kämpfen“, fordert Khosravinejad. „Jede der noch ausstehenden Partien ist wie ein Finale. Wenn es uns gelingt jeweils die beste Leistung abzurufen, dürften wir die Klassen halten. Die Entwicklung meines Teams ist auf jeden Fall sehr positiv.“
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