Siege am Fließband

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Bernes Jan-Hendrik Kühn (l.) kann in dieser Szene seinen Gegenspieler David Zengerly abschüttelnFotos: Thomas Hoyer
 
Wortstark an der Seitenlinie: Bernes Trainer Sven Neben

Tus Bernes „Zweite“ überwintert auf Platz eins

Von Thomas Hoyer
Berne. Die zweite Mannschaft des tus Berne bleibt auch in ihrem 16. Saisonspiel ungeschlagen! Am letzten Sonntag deklassierte der Tabellenführer der Kreisklasse 2 den SC Poppenbüttel III mit 8:0.
Von Beginn an sahen sich die Gäste in die Defensive gedrängt. Die Platzherren von der Berner Allee beherrschten derart klar das Geschehen, dass den Zuschauern der Gegner fast leid tun konnte. Dabei stand während der ersten Halbzeit ein Spieler ganz besonders im Mittelpunkt: Stürmer Florian Lobitz, der den Torreigen in der 10. Minute eröffnete. Kurz darauf hatte Jan-Hendrik Kühn innerhalb von 60 Sekunden mit einem Abseitstor und einem Pfostentreffer Pech. Per 16m-Flachschuss sorgte Lobitz in der 22. Minute für das 2:0, und auch die Treffer drei und vier gingen auf das Konto des 29-jährigen Goalgetters (38./44.), vorbereitet von Alexander Maring und Kühn mit einem Steilpass beziehungsweise einer Flanke.

Poppenbüttel nur mit zwei Chancen

Damit war der Torhunger der Berner aber noch lange nicht gestillt. Kühn und Benjamin Paulus, der das Leder nach einem Freistoß volley unter die Latte knallte, legten gleich nach der Pause die Tore fünf und sechs nach (47./49.). In der Folge kam der SC Poppenbüttel zu seinen beiden ersten und einzigen Torschancen, scheiterte dabei am eigenen Unvermögen und an Keeper Maik Tietjens.
Wie man es besser macht, zeigten der eingewechselte Wladsilaw Ermackov, der aus 13 Metern traf, und Philipp Ottens mit einem Schuss aus kurzer Distanz nach schlecht geklärter Ecke (67./72.). „Das war ein schöner Abschluss für dieses Jahr. Die Spielfreude meiner Mannschaft hat mir heute besonders gut gefallen“, lautete das Fazit von Trainer Sven Neben nach dem Abpfiff.
Auch wenn letztlich noch 16 Spieler der vergangenen Serie im Kader stehen, spricht Sven Neben nach dem Abstieg seiner Truppe, die er erst im April übernommen hatte, aber nicht mehr retten konnte, von einem Neuanfang.
„Zunächst wussten wir gar nicht, wie es weiter geht. Wer bleiben und wer kommen würde, hat sich in der Vorbereitung und zu Beginn der neuen Saison erst langsam heraus kristallisiert“, erzählt der Coach. Doch befanden sich die Verantwortlichen auf dem richtigen Weg, denn wesentlich schneller als das endgültige Aufgebot feststand, stellten sich die Erfolge ein.

„Jetzt aufsteigen“

Das Team um Kapitän Benjamin Paulus fuhr Sieg auf Sieg ein, und spätestens nach den schweren Spielen beim bislang härtesten Verfolger Duvenstedter SV (1:0) und in „Santa Fu“ gegen Eintracht Fuhlsbüttel, wo man nach 0:1-Rückstand durch Tore von René Hack und Jan-Hendrik Kühn noch 2:1 gewinnen konnte, konkretisierte Trainer Sven Neben sein zunächst ausgegebenes Saisonziel, oben mitzuspielen. „Jetzt wollen wir natürlich auch aufsteigen“, erklärt der Coach. „Ich vertraue auf einen in allen Mannschaftsteilen sehr ausgeglichen besetzten 26-köpfigen Kader, mit dem auch problemlos mehrere Ausfälle zu kompensieren sind.“

An Defiziten arbeiten

Nur ein einziges Mal gab sich sein Team eine Blöße, als es trotz Überlegenheit und 1:0-Führung gegen den Hummelsbütteler SV nicht über ein 1:1 hinauskam. Ansonsten wurden alle Partien zum Teil hoch gewonnen, darunter ein 10:0 gegen den SV Friedrichsgabe. Besonders treffsicher präsentierte sich bislang Florian Lobitz mit 24 Toren. „Trotz unseres Durchmarschs sehe ich überall noch Luft nach oben“, stellt Sven Neben fest. „Während der Winterpause werden wir noch an einigen Defiziten arbeiten, damit unsere Erfolgsserie nicht abreißt.“
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