Siegesserie des BSV hält an

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Tolga Aydin (halblinks) versucht Borstels Kapitän Simon Waack zu stören. Rechts Jamal Logemann Foto: Thomas Hoyer

Trainer sieht aber noch viele Defizite. Nächste Partie ist Belastungsprobe

Von Thomas Hoyer
Bramfeld
Mit sechs Siegen erwischte das Kreisligateam des Bramfelder SV einen Traumstart in die neue Saison. Am vergangenen Sonnabend bezwang die Truppe von Trainer Reiner Pump den Tabellenvorletzten TSV Eppendorf/ Groß Borstel 08 mit 2:1. Allerdings ein sehr mühsamer Erfolg, der viele Wünsche offen ließ.
Zu Beginn der Partie sah es so aus, als wolle der Tabellenführer der Staffel 5 den Gegner überrollen. Kaum 60 Sekunden waren gespielt, da hieß es bereits 1:0. Nach Ecke von Leon Schmidt kam das Leder zu Soner Tosum, der freistehend aus wenigen Metern traf. Nur drei Minuten später scheiterte Schmidt mit einem gefühlvollen Heber am gegnerischen Keeper. Nach dem anschließenden Eckball sprang Jamal Logemann am höchsten, doch konnte Borstels Schlussmann seinen Kopfball mit einem schönen Reflex abwehren. Damit aber war die Herrlichkeit des BSV schon zu Ende. In der Folge bestimmte das Team zwar weiter das Spielgeschehen, doch kam sie über gut gemeinte Ansätze nicht hinaus, wobei einige Kicker zu ballverliebt waren, den entscheidenden Pass gar nicht oder zu spät spielten. Die Gäste hatten während der gesamten ersten Halbzeit nach vorne fast nichts zu bieten, tauchten kaum einmal gefährlich im Strafraum auf. Nach einem Missverständnis in der Borsteler Abwehr spielte Dennis Pump zwar den Torwart aus, doch verfehlte sein Schuss den leeren Kasten. Sekunden vor dem Abpfiff war es Schmidt, der den Ball unkonzentriert über das Gehäuse knallte, anstatt einen seiner besser postierten Mitspieler zu bedienen. Durchgang zwei begann wie der erste. Einen schönen Steilpass von Kapitän Carsten Rachner verwertete Dennis Pump bereits kurz nach Wiederanpfiff per 14m-Schuss zum 2:0. Wer nun dachte, die Bramfelder befänden sich auf der Siegerstraße, sah sich getäuscht. Mit einem Schuss aus über 30 Metern in den Winkel erzielte Borstels Spieltrainer Nuri Emini den Anschlusstreffer (55.). In den folgenden Minuten drängten die Gäste und hatten Pech, dass Mohamed Moussaoui eine Flanke nur ganz knapp mit dem Kopf verpasste. Aber auch der BSV hätte alles klar machen können, als Tosun nach einen Abwehrfehler frei zum Schuss kam, aber das Tor nicht traf. (60.). Eine weitere Chance besaß Ibrahim Gyaase, der aber ebenfalls nicht traf (74.). Die erwartete Schlussoffensive der Gäste blieb aus. Nur einmal musste BSV-Keeper Marcel Köhler gegen Felix Wensien retten. „Trotz des Sieges war es eine schlechte Vorstellung von uns“ so Trainer Reiner Pump. „Das hatte zeitweise nichts mit Fußball zu tun. Ich erwarte einfach mehr.“
Und auch mit den Leistungen der vorangegangen Partien war der Coach längst nicht immer zufrieden, obwohl sein vor Saisonbeginn völlig neu formiertes Team nach schlecht verlaufener Vorbereitung einen „Dreier“ nach anderen einfuhr. Nur einmal konnte die Mannschaft wirklich überzeugen, als man den zum Favoritenkreis zählenden FC Winterhude bezwang. Nicht überzeugend waren hingegen die Auftritte gegen Weiss-Blau 63 (2:0) und die HT 16 (5:1). Ein munteres Scheibenschießen, aber kein echter Maßstab war das 17:0 gegen Schlusslicht DSC Hanseat. „Auch wenn es sich seltsam anhört, für uns ist das Ziel nach wie vor der Klassenerhalt“, so Reiner Pump. „Es gibt einfach noch zu viele Defizite, sei es beim Spielaufbau oder der Passgenauigkeit.“ Am nächsten Sonntag wird sich gegen Verfolger Wellingsbüttel zeigen, wie stark der BSV wirklich ist.
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