Siegreich auf der Matte

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Das U14-Team des TH Eilbeck wurde Deutscher Mannschaftsmeister Foto: Hoyer
 
Trainer Slavko Tekic Foto: Hoyer

U-14 Team des TH Eilbeck wird Deutscher Mannschaftsmeister

Von Thomas Hoyer
Eilbek
Nach der „U18“, die in den vergangenen Jahren dreimal Deutscher Mannschaftsmeister geworden war, wächst beim TH Eilbeck wieder eine neue Judo-Generation heran, die für die Zukunft einiges erhoffen lässt. Das U14-Team von Trainer Trainer Slavko Tekic, dessen Sohn David kürzlich mit den Gewinn der Silbermedaille bei der U21-EM einen Riesenerfolg gefeiert hatte, wurde Deutscher Mannschaftsmeister seiner Altersklasse. Bei den diesjährigen Titelkämpfen, die in Senftenberg (Niederlausitz/ Brandenburg) stattfanden, waren 36 Mannschaften am Start, die in acht Pools aufgeteilt, die Vorrunde bestritten. Die Truppe von der Ritterstraße deutete bereits hier an, dass sie bei der Vergabe um den Titel ein Wort mitsprechen wollte. Alle vier Konkurrenten wurden glatt besiegt (Sport-Club Sigmaringen 4:1, HTG Bad Homburg 5:0, SKV Muritz 5:0, KSC Asahi Spremberg 4:1)
Weitaus schwerer hatten es die jungen Eilbeker dann allerdings im Achtel- und Viertelfinale gegen den JC Vulkaneifel und Randori Berlin. Mit 3:2 gab es jeweils einen knappen Erfolg. In der Runde der letzten Vier wartete der SC Berlin auf die Hamburger, die souverän mit 4:1 gewannen. Damit war der Sprung ins Finale perfekt. Hier traf man auf den UJKC Potsdam, einen Verein, mit dem die Auseinandersetzungen stets sehr spannend verlaufen, sei es in der Bundesliga, der „U18“ oder eben in der U14.
Als erster THE-Kämpfer auf die Matte musste Mohmad Ginaev in der Gewichtsklasse bis 37 Kilogramm. Der elfjährige Schüler bezwang seinen Gegner vorzeitig durch Ippon für einen Innenschenkelwurf („Uchi-Mata“). Anschließend musste sich zwar Salam Said (-42kg) mit einer kleinen Wertung geschlagen gaben, doch als Mohamads älterer Bruder Bojsar (-48kg) seinen Gegner mit einem Fußfeger („Ashi Barai“) vorzeitig besiegte, sprich den THE mit 2:1 erneut in Führung brachte, war das Team nicht mehr zu stoppen.
Den entscheidenden dritten Punkt holte Daniel Schweizer (-57kg), der seinen Kampf mit einer großen Wertung gewann. Auch wenn die letzte Auseinandsetzung für den Ausgang bedeutungslos war, durfte Nikola Ivanovic (+57kg) noch einmal zeigen, warum er als einziger des Teams alle seine Kämpfe gewann. Gegen Paul Müller, den Sohn des früheren Olmpia-Bronzemedaillengewinners und Europameisters Frank Müller, landete der 13-jährige Schüler, der bis dahin mit einer kleinen Wertung noch zurückgelegen hatte, einen „O-Goshi“ (Hüftwurf), womit er den Kampf vorzeitig zu seinen Gunsten entschied.

Hoffnung auf Olympia


„Unser Ziel war eine Medaille, denn ich wusste wie gut meine Jungs sind und wie fleißig sie trainiert hatten“, so Slavko Tekic. „Dass es dann sogar zum Titel gereicht hat, ist nicht nur für den TH Eilbeck, sondern für den ganzen Hamburger Judosport ein großer Erfolg.“ Besonders stolz sein darf Slavko Tekic auch auf seinen Sohn David, der noch auf eine Olpympiateilnahme hofft. Bei den diesjährigen U21-Europameisterschaften im österreichischen Oberwart holte der 20-jährige Wandsbeker Silber (2014: Bronze). Nach vier gewonnenen Kämpfen musste sich David, Mitglied der Fördersportgruppe der Bundeswehr, erst im Finale seinem georgischen Gegner Beka Gviniashvili in einem ausgeglichenen Kampf durch „Vasari“ für einen Bodenhaltegriff geschlagen geben. „Im Januar steht für David der Wechsel von der U21 in den Seniorenbereich an“, so Slavko Tekic. „Auch wenn die Zeit nur kurz ist, hoffe ich, dass es mein Sohn noch schafft, sich für Rio zu qualifizieren.“ Für einen weiteren Erfolg der THE-Judoabteilung sorgte kürzlich Nike Nordmeier (-52kg), die mit dem U21-Nationalteam bei den Weltmeisterschaften in Abu Dhabi den dritten Platz belegte.
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