Souveräner Tabellenführer

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Heftiges Schneetreiben beim Testspiel am vergangenen Wochenende gegen Barmbek-Uhlenhorst auf dem Kunstrasen am Langenfort. In dieser Szene kommt Eilbeks Linda Lämke (r.) vor ihrer Gegenspielerin an den Ball Foto: th
 
Der Tabellenführer der Bezirksliga Ost Foto: th

Eilbeks „Zweite“ mit einem Bein in der Landesliga

Von Thomas Hoyer
Eilbek
Mit großen Schritten steuern die Bezirksliga-Fußballerinnen des SC Eilbek die Landesliga an. Nach 13 von insgesamt 22 Spielen liegt das Team von der Fichtestraße mit zwölf Punkten Vorsprung auf den SC Victoria unangefochten an der Tabellenspitze der Staffel Ost.
Nach Platz drei in der letzten Serie hinter dem Walddörfer SV und dem SC Wentorf, deren Teams den Sprung in die höhere Klasse schafften, war das Ziel mit dem Aufstieg vor Saisonbeginn schon klar gesteckt. Andy Schmidt, der vom Walddörfer SV kam und mit Adrian Strzedulla ein neues Trainergespann bildet, unterstützt vom bisherigen Coach Matthias Behn als Betreuer, brachte von seinem alten Verein zwei starke Spielerinnen mit. Vanessa Leonhard, die im zentralen offensiven Mittelfeld agiert und Vanessa Michalski (defensives Mittelfeld) schlugen sofort ein. Auch die zuletzt vereinslose Stürmerin Mirja Rotzoll entpuppte sich als echte Verstärkung. Die Truppe erwischte den erhofften Superstart und gewann zehn Spiele in Folge, darunter ein 10:2-Erfolg über den FTSV Altenwerder, ehe bei einem Remis gegen den Tabellenzweiten Victoria die beiden bislang einzigen Punkte verloren wurden.

Stark in der Defensive


Die Stärke des Teams liegt zweifellos in der Defensive. In den bisherigen 13 Spielen mussten Mannschaftsführerin Claudia Ebert, Dreh- und Angelpunkt der Abwehr, und ihre Kolleginnen gerade einmal fünf Treffer hinnehmen, wobei man auf eigenem Platz sogar ohne jegliches Gegentor blieb. „Außerdem kann meine Truppe nach Balleroberung unglaublich schnell auf Angriff umschalten“, so Trainer Andy Schmidt. „Dabei hat sich vor allem Vanessa Michalski, die als einzige in allen Punktspielen von der ersten bis zur letzten Minute dabei war, mit ihrer Passgenauigkeit und ihrem guten Augen für die Mitspielerin hervorgetan.“
Die bislang meisten Tore erzielten Kathrin Koldehoff (9), Vanessa Leonhard (8), die mit ihrer überragenden Schusstechnik gleich sieben (!) direkte Freistöße verwandeln konnte, und Mirja Rotzoll (7), wobei allerdings die Verwertung der vielen Chancen noch einige Wünsche offen lässt. Über welch gute Einzelspielerinnen die Mannschaft verfügt, zeigt sich auch daran, dass schon mehrere Damen in der zwei Klassen höher kickenden Verbandsligatruppe zum Einsatz kamen, mit der es eine sehr gute Zusammenarbeit gibt. Im Herbst kam es sogar zu einem offiziellen Vergleich beider Teams im Oddset-Pokal, den die „Erste“ mit einem standesgemäßen 4:0 für sich entschied.

Gutes Polster


Zur Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison bestreiten die Eilbekerkinnen fünf Testspiele. Am letzten Sonnabend kam es bei phasenweise heftigem Schneetreiben auf der Sportanlage Langenfort zu einem Kräftemessen mit dem HSV Barmbek-Uhlenhorst, dessen zweite Mannschaft in der Parallelstaffel ebenfalls ungeschlagen die Tabelle anführt. Die SCE-Damen, bei denen vier Leistungsträgerinnen fehlten, verloren zwar 0:4 (0:3), zeigten dabei aber in der zweiten Halbzeit eine akzeptable Vorstellung. Erster Punktspielgegner ist am 22. Februar auswärts der Este 06/70. „Im Hinspiel, das 3:0 endete, hat mein Team wohl seine beste Saisonleistung gezeigt. Ein Auftritt, wie man ihn sich als Trainer nur wünschen kann“, so Andy Schmidt. „Wir haben zwar ein wirklich schönes großes Polster auf unsere Verfolger, aber vor zu früher Euphorie möchte ich warnen. Das kann schnell einmal ins Auge gehen.“
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