Sport in Hamburg mehr fördern

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Kämpfen für mehr Sportflächen (v. l.) Konny Neumann (Bürgerverein und Gymnasium Farmsen), Jürgen Klimke (MdB), Olaf Böttger (CDU), Hans-Otto Schurwanz (Bürgerverein), Thomas Brinkmann (SC Condor), Karl-Heinz Haarke (Farmsener TV), Adolf Gellers und Philipp Hentschel (CDU) Foto: tel

Initiative in Farmsen fordert Sportentwicklungsplan für den Osten der Stadt und Geld vom Bund

Von Michael Hertel
Farmsen
Eine Initiative für mehr Sportflächen und sportliche Highlights im Bezirk Wandsbek haben der Bürgerverein Farmsen-Berne, örtliche Sportvereine und CDU-Vertreter ins Leben gerufen. Konkret geht es um den Bau einer modernen Dreifeld-Halle auf dem größtenteils brach liegenden Gelände des ehemaligen Post Sport-Vereins (PSV) am Neusurenland (Farmsen). Auch der Rahlstedter CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke unterstützt die Initiative mit konkreten Vorschlägen und fordert einen „Sportentwicklungsplan für den Osten Hamburgs“.

Sanierung zu teuer

Ursprünglich sollten auf dem PSV-Gelände moderne Sportanlagen nicht zuletzt für die großen Sportvereine TuS Berne, Farmsener TV (FTV) und SC Condor entstehen. Doch dann wurde festgestellt, dass das ehemalige Deponiegelände kontaminiert war, die Sanierung viel zu teuer gewesen wäre. Übrig blieben von den Plänen nur der Bau einer BMX-Bahn am nicht verseuchten Rand des Geländes und die Umwandlung zweier bestehender FTV-Flächen in Kunstrasenplätze.

Infrastruktur muss mitwachsen

„Zusätzliche Sportflächen werden dringend benötigt, weil in Farmsen in Kürze mehr als 1000 neue Wohnungen entstehen. Die Infrastruktur muss mitwachsen“, mahnt Hans-Otto Schurwanz (Bürgerverein) an. Schon jetzt herrscht akuter Mangel: Das benachbarte Gymnasium Farmsen verfügt über keinen eigenen Sportplatz, und die Sportvereine haben größtenteils seit Jahren Aufnahmestopp wegen mangelnder Kapazitäten. Die als dringlich geforderte Dreifeld-Halle würde rund vier Millionen Euro kosten. „Für den Bezirk ist das zu viel“, warf der Bezirksabgeordnete Philipp Hentschel ein. „Da im Bezirk mehrere Kasernen geschlossen wurden, könnte man doch Infrastrukturmittel beim Bund beantragen“, so Klimke. Der Rahlstedter ist sowieso der Meinung, dass der Bezirk in Sachen Sportgroßveranstaltungen zu kurz kommt. Der Initiative soll nun vom Bürgerverein in einer öffentlichen Podiumsveranstaltung Nachdruck verliehen werden. Auch in die Bezirksversammlung will man das Thema tragen, hieß es gegenüber den Vereinsvertretern.
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