„Stani“ besucht Fußball-Camp

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Die Kinder fragten „Stani“ Löcher in den Bauch Foto: sim

St. Pauli-Legende mit jungen Kickern im Gespräch und am Ball

Von Siegmund Menzel
Wandsbek-Marienthal
Der zehnjährige Alex vom Wandsbeker TSV Concordia gerät ins Schwärmen, wenn er über Messi oder Ronaldo spricht. Ja, das seien neben Paulo Dyball von Juventus Turin seine Vorbilder. Jetzt gehe es aber darum, beim Fußball jede Menge Spaß zu haben. So nahm Alex kürzlich am Concordia Fußball-Camp auf dem Kunstrasen Osterkamp in Marienthal teil. Das sei besser als in den Ferien zu Hause abzuhängen, sagte der E-Jugendspieler, der seit vier Jahren im Verein auf Torejagd geht.

80 Jungs in der Fußballschule

Insgesamt haben rund 80 Jungen die erste Concordia Fußballschule besucht, davon 15 Nichtmitglieder, wie Camp-Leiter Ralf Schehr mitteilte. Es gehe um Spaß in den Ferien. Die Kinder sollen zudem dazulernen. Die 6- bis 13-jährigen Nachwuchskicker übten unter Anleitung qualifizierter Trainer Passspiel, Ballkontrolle und den Torschuss. Andere Stationen zielten auf die Verbesserung der Technik und der Koordination. Zwischen den Einheiten waren Trinkpausen angesagt. Jeder Teilnehmer erhielt zum Abschluss einen Ball, ein Trikot mit Rückennummer und Namen, eine Trinkflasche und eine Urkunde. Das Fußball-Camp sei eine gelungene Ferienbetreuung, sagte Marek Palichleb. Sein neunjähriger Sohn Leon hatte viel Spaß beim Training auf der gepflegten Anlage. Mit Ball am Fuß sei seine schönste Freizeitbeschäftigung, so der Papa. Die Jungs könnten sich bei einer derartigen Veranstaltung noch besser kennenlernen und beim Spiel die Kräfte messen. Auch das Mittagessen in der Concordia-Gastronomie am Osterkamp habe den Kindern gut geschmeckt, betonte der Familienvater.

Tipps für Nachwuchs

Ein Höhepunkt der Woche war der Besuch der St. Pauli-Legende Holger Stanislawski. Spaß haben, viel mit dem Ball üben, auf die Trainer hören und immer neue Dinge dazulernen wollen, so die Ratschläge des 47-Jährigen an den Nachwuchs. Seine Karriere hatte beim Bramfelder SV begonnen. Er spielte dort gemeinsam mit Stefan Effenberg in einer Mannschaft. Weitere Vereine waren der Hamburger SV, der Barsbütteler SV und Concordia. Aus alter Verbundenheit habe er den Termin gern wahrgenommen, erklärte der Gast, der seine beste Zeit beim FC St. Pauli hatte. Hier war er als Spieler, Trainer und Manager sehr erfolgreich. Zwischen 1993 und 2004 kam auf insgesamt 260 Pflichtspiele.
Gefragter Experte

Autogramme für die jungen Fans

Holger Stanislawski beantwortete mit viel Ausdauer die Fragen der jungen Fußballer und gab bereitwillig Autogramme. Der gebürtige Hamburger ist heute geschäftsführender Mitinhaber eines Rewe-Marktes im Stadtteil Winterhude. Das sei der größte Markt in Hamburg, etwa so groß wie ein Spielfeld, erklärte der Unternehmer. Zudem hat sich „Stani“ einen Namen als ZDF-Fußball-Experte gemacht. An einen Trainerjob denkt er zurzeit nicht. Da müsse vieles zusammenpassen. Seine Trainerstationen waren bisher der FC St. Pauli, die TSG Hoffenheim und der 1. FC Köln.
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