Tore im Minutentakt

Anzeige
Die neunfache Torschützin Melanie Nilsson (l.) setzt sich ohne Probleme durch Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Javier Navarro: „Was soll ich zu so einem Spiel schon sagen?“

Oddset-Pokal: Eilbeker Damen besiegen Poppenbüttel 19:0

Von Thomas Hoyer
Eilbek. Ihrer haushohen Favoritenrolle wurden die Fußballerinnen des SC Eilbek in der
ersten Runde des Oddset-Pokals gerecht: Beim SC Poppenbüttel gewann das Team von Trainer Javier Navarro mit 19:0. Ein Ergebnis, das nur wenig Aussagekraft besitzt, da der Gegner seine Punktspiele auf dem 7-er-Kleinfeld bestreitet und nur im Pokal für das große Feld gemeldet hatte.
In dem ungleichen Duell benötigte der Verbandsligist, bei dem Feldspielerin Vivian Kellner das Tor hütete, da Keeperin Kerstin Hahn verletzt und auch ihre Vertreterin Jacqueline Rössig verhindert war, genau sechs Minuten, bis das Leder zum ersten Mal im Netz der Gastgeberinnen zappelte. Melanie Nilsson traf aus kurzer Distanz nach Pass von Alexandra
Filippow.
Einen an ihr selbst verschuldeten Foulelfmeter verwandelte Melanie Nilsson zum 2:0 (11.). Mit einem herrlichen 18m-Schuss unter die Latte sorgte Pajtesa Kamaraj für den dritten Treffer (17.). Von da an fielen die Tore fast im Minutentakt. Mittelstürmerin Melanie Nilsson (4), die in den letzten Minuten im Tor spielte, Maike Kipke, Claudia Popp und Pajtesa Kameraj erhöhten bis zum Seitenwechsel auf 10:0. Der Torhunger der Eilbekerinnen war auch nach der Pause nicht gestillt. Melanie Nilsson (3), Claudia Popp Vivian Kellner (je 2), Maike Kipke und Cathleen Klewe erzielten neun weitere, zum Teil schön herausgespielte Treffer. „Was soll ich zu einer solchen Partie sagen“, so Eilbeks Javier Trainer Navarro. „Das war ein reines Scheibenschießen und hatte sportlich für uns wenig Wert. Mein Respekt gilt den Poppenbüttlerinnen, die sich nie haben hängen lassen. Manch´ andere Mannschaft hätte vorzeitig das Feld verlassen.“
Im Kader des SC Eilbek gab es nach der letzten Serie, die aufgrund einer schwachen Rückrunde nur auf Platz vier abgeschlossen wurde, einen großen Aderlass. Mit Tanja Wreden, Patrizia Ferraro Martinez (beide aufgehört), Anne Manda (zum SC Wellingsbüttel) und Franziska Kalloch (zu DuWo 08) wechselten vier Leistungsträgerinnen den Verein, während Susanne Ebel, Anja Heinemann und Nadine Wisotzki eine Babypause eingelegt haben. Neu im von 23 auf 17 Frauen reduzierten Aufgebot stehen die Mittelfeldspielerinnen Linda Lämke (eigene 2. Damen), Jessica Bodetko (FC St. Pauli) und Claudia Popp (TuRa Meldorf) im Mittelfeld, Verteidigerin Mirian Dünow (FFC Oldesloe) und Stürmerin Ronja Berndt (SSV Großensee).
Bisherige Spiele
Die Eilbekerinnen starteten mit einem hart erkämpften 1:0-Sieg bei Einigkeit Wilhelmsburg in die neue Saison. Den entscheidenden Treffer erzielte Pajtesa Kamaraj. Zum anschließenden 4:0-Erfolg gegen Union Tornesch steuerte Jette Socolowsky zwei Tore bei. Schwerer als es das Ergebnis von 3:0 aussagt, tat sich die Mannschaft bei Nienstedten. Komplett chancenlos war das Team um Mannschaftsführerin Leonie Helm gegen Regionalligabsteiger Bramfelder SV (0:4-Niederlage). Gut erholt zeigten sich die Eilbekerinnen am letzten Spieltag beim SC Vier- und Marschlande, der mit 8:2 bezwungen wurde nicht zuletzt dank der Treffsicherheit von Mittelstürmerin Melanie Nilsson, die ihr Team mit einem Hattrick innerhalb von nur elf Minuten mit 3:0 auf die Siegerstraße schoss. „Regionalligaabsteiger Bramfelder SV ist der haushohe Favorit gefolgt von DuWo 08“, so Trainer Navarro. „Dahinter gibt es einige Teams, die um die Plätze drei bis fünf spielen. Dazu gehören Wellingsbüttel St. Pauli und wir.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige