TSV Wandsetal enttäuscht auf ganzer Linie

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Wandsetals Torschütze Marcel Sinn (r.) im Zweikampf mit Adem Dalkira Foto: Hoyer

Kicker müssen drei Gegentore in Überzahl – 1:3 bei Fatihspor

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Mit einer herben Enttäuschung endete das Spitzenspiel der Kreisliga 4 für die Kicker des TSV Wandsetal. Bei Tabellenführer Fatihspor zog das Team von Trainer Marc Gruber, der Mitte September den aus privaten Gründen zurückgetretenen Ulli Melzer abgelöst hatte, verdient mit 1:3 den Kürzeren. Und das, obwohl die Mannschaft 80 Minuten lang in Überzahl spielte und 1:0 führte. Für Fatihspor begann die Partie mit einem echten Schock. Nach nur neun Minuten sah Adem Büyükan nach einer Tätlichkeit gegen André Salostowitz, der ihn zuvor gefoult hatte, die rote Karte. Davon ließen sich die Platzherren allerdings überhaupt nicht beeindrucken, übernahmen nach wenigen Minuten das Kommando, waren eindeutig die bessere Mannschaft und besaßen bis zur Pause die eine oder andere Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Darunter einige Freistöße in Strafraumnähe, die jedoch nichts einbrachten. Der erste Schuss der spielerisch unterlegenen Wandsetaler, die in der Offensive kaum nennenswerte Aktionen zustande brachten, datierte aus der 33. Minute. Bezeichnend für die Leistung des Tabellendritten, dass der Schuss von Manuel Guasch Pla gleich mehrere Meter am Tor vorbeiging. Wer nun dachte, in der zweiten Halbzeit wird alles besser, sah sich getäuscht. Die Platzherren, die läuferisch und kämpferisch einfach mehr investierten, kamen in der 55., 58. und 59. Minute zu weiteren Chancen. Um so überraschender war der Führungstreffer der Wandsetaler. Eine flache Hereingabe des eingewechselten Sekandar Azami drückte Marcel Sinn aus knapp zwei Metern über die Linie (61.). Der Spielverlauf war allerdings nur für zwei Minuten auf den Kopf gestellt. Dann schlug der Tabellenführer zurück, erzielte durch Arton Abazi den Ausgleich. Für die zumindest jetzt etwas gefährlicheren Wandsetaler vergab Guasch Pla kurz darauf eine gute Chance, als er aus zehn Metern an Fatihspors Keeper scheiterte. Der Gegner hatte anschließend mit einem Pfostenschuss und einem Lattenkopfball Pech. In der 72. Minute nahm die Niederlage des TSV weiter Formen an: Wieder war es Abazi, der nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld, diesmal per Kopf, zum 2:1 für den Spitzenreiter traf. In der Folge versuchte Trainer Marc Gruber sein Team noch einmal nach vorne zu peitschen, doch mehr als ein gehaltener Schuss von Marcel Sinn und ein 20-Meter-Freistoß aus zentraler Position, den Pascale Weber weit über das Tor schoss, sprangen dabei nicht heraus. Im Gegenteil, mit dem Schlusspfiff traf Emir Cetin für die Platzherren per Flachschuss gegen TSV-Keeper René Mende zum verdienten 3:1. „Fatihspor hat den nötigen Siegeswillen gezeigt, war einfach gieriger. Wir nicht“, lautete das Fazit von Gruber, dessen Team dem Gegner an diesem Tag in fast allen Belangen unterlegen war. „Wir sind heute nicht als richtige Mannschaft aufgetreten“, so Ligaobmann Rüdiger Goertz. „Keiner hat für den anderen gekämpft. Fatihspor hat uns vorgemacht, wie es geht. Das war schon unsere dritte Auswärtsniederlage.“
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