Tus Berne ist nicht zu stoppen

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Luis Honig scheiterte gleich zweimal innerhalb von 120 Sekunden an Altengammes Torwart, Alexander Golinske Foto: Hoyer
 
Trainer Frank Neben ist mit seinem 26-Mann-Kader hoch zufrieden Foto: Hoyer

6:0 in Altengamme – Aufsteiger gewinnt auch fünftes Spiel in Folge

Von Thomas Hoyer
Berne
Die Landesliga-Fußballer des Tus Berne sind nicht zu stoppen. Beim SV Altengamme gewann das Team von Trainer Frank Neben mit 6:0 (3:0). Für den Aufsteiger bereits der fünfte Sieg in Folge. Beim SV Altengamme, der von Beginn an die Initiative übernahm, gleich mehrere von zahllosen Ecken besaß, erwischte der Tabellenführer einen Traumstart, nutzte zwei Abwehrfehler zur 2:0-Führung (4./11.). Beide Treffer erzielte der starke Matteo Evers. Die Platzherren drängten in der Folge auf das Anschlusstor, hatten bei einem Kopfball und einem Freistoß an den Pfosten viel Pech (14./38.), besaßen darüber hinaus noch einige sehr gute Chancen. Die Tore erzielte aber weiter der Tus Berne: Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es Johannes Haase, der Altengammes Torwart beim 3:0 keine Chance ließ. Gleich nach dem Seitenwechsel hätten die Berner alles klarmachen können, als Luis Honig innerhalb von 120 Sekunden gleich zweimal – schön frei gespielt – völlig ungehindert über rechts in den Strafraum eindrang, aber an Altengammes Torwart scheiterte. So dauerte es bis zur 75. Minute, ehe Matteo Evers per 14-Meter-Schuss unter die Latte zum 4:0 traf. Danach hatten die Gäste leichtes Spiel. Mit Christopher Geerds sowie Kilian Oelrich auf Vorarbeit von Steven Theis erhöhten zwei eingewechselte Spieler in der Schlussphase auf 6:0. „Klar freue ich mich über den hohen Erfolg. Man darf aber den Sieg nicht überbewerten“, resümiert Bernes Trainer Frank Neben. „Der Gegner besaß auch eine Reihe guter Chancen. Bei den Toren hat es uns Altengamme zudem teilweise ziemlich leicht macht. So darf man gegen uns nicht spielen.“

Niederlage zum Start

Mit einer 0:2-Niederlage beim BSV Buxtehude war das Team nicht sehr vielversprechend in die neue Saison gestatert. „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet, den Gegner kannte ich kaum“, erzählt Trainer Frank Neben. „Das war eine echte Wundertüte und dazu kam noch die weite Anreise.“ Beim ersten Heimspiel präsentierte sich der Aufsteiger dann hoch motiviert von einer anderen Seite. Gegen den VfL Lohbrügge gab es den ersten Dreier in der Landesliga (3:1) „Zugegeben, wir hatten bei zwei Lattenschüssen das Gegners auch etwas Glück, aber das gehört einfach dazu“, sagt Trainer Neben, dessen Team eine Woche später auch erstmals auswärts überzeugen konnte. Auf ungewohntem Grand besiegte man den FC Elazig Spor verdient mit 3:1. „Inzwischen hatten wir kapiert, wie in der Landesliga gespielt wird“, berichtet der Trainer. „Gegen Elazig Spor habe ich deshalb unser System in Bezug auf das Defensivverhalten etwas umgestellt oder anders ausgedrückt: der neuen Klasse angepasst.“ Wie richtig der Berner Coach damit lag, zeigte sich – mit erneuter Leistungssteigerung – beim anschließenden 3:1-Erfolg über Kosova, vor diesem Spieltag noch Tabellenführer. Mit entsprechend breiter Brust ausgestattet, ließen Kapitän Benjamin Kroll und seine Mitstreiter dann auch dem Lokalrivalen SV Bergstedt beim 3:1 keine Chance, bereits das vierte 3:1 in Folge.

Konkurrenzkampf ist groß

Vor über 300 Zuschauern an der Berner Allee erzielte Kilian Oelrich ein besonderes Tor, als ihm in der Anfangsphase per Seitfallzieher der Führungstreffer zum 1:0 gelang, nachdem er das halbhohe Anspiel sehr schön mit der Brust mitgenommen hatte. „Es hat sich bisher gezeigt, das wir mit dem 26-köpfigen Kader genau richtig liegen. Fast alle Spieler sind bereits zum Einsatz gekommen“, so Frank Neben. „Der Konkurrenzkampf um einen Platz ist groß und wird von allen angenommen. Wir sind schneller in der Liga angekommen als ich dachte. Jetzt gilt es, nicht abzuheben und kontinuierlich weiter zu arbeiten. Dann könnte es uns gelingen, auf Dauer um einen vorderen Tabellenplatz mitzuspielen.“Wie stark die Mannschaft ist, kann sie am kommenden Sonntag erneut beweisen, wenn Verfolger Meiendorf an der Berner Allee gastiert.
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