Überraschungssieg der Oldies in Hamburg

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Großer Jubel beim neuen Ü40-Pokalsieger SC Condor Fotos: Thomas Hoyer
 
Dennis von Soosten (l.) kann vor seinem Gegenspieler klären

Verdienter 3:1-Triumph für SC Condor gegen favorisierte Reinbeker im Ü40-Pokalfinale

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die Enttäuschung über das gegen den USC Paloma verlorene Oddset-Pokalfinale sitzt bei den Fußballern des SC Condor immer noch tief. Doch am vergangenen Wochenende gab es für Matthias Bub, den sportlichen Leiter der Oberligatruppe, zumindest einen kleinen Trost. Als Spieler der Ü40-Truppe gewann er mit seinen Mitstreitern den Heini-Jöns-Pokal. Im Finale besiegten die Farmsener etwas überraschend den TSV Reinbek mit 3:1 (1:1). Zwar übernahm der Gegner, wie erwartet, zu Beginn der Partie das Kommando, doch schon der erste wirklich gefährliche Angriff des SC Condor brachte den Führungstreffer.
Nach 13 Minuten traf Michael Behn auf Pass von Bub aus 17 Metern halbhoch in die gegnerischen Maschen. In der Folge besaßen die Farmsener noch zwei weitere gute Chancen, als Sven Brendel völlig freistehend viel zu lange brauchte, um sich den Ball auf seinen stärkeren rechten Schlappen zu legen, und Reinbeks Torwart einen Schuss von Dennis von Soosten gerade noch zur Ecke abwehren konnte. Doch statt des möglichen 2:0 hieß es durch ein Kopfballtor von Carsten Möller plötzlich 1:1 (17.). In der Folge war der Gegner weiter mehr im Ballbesitz, Chancen besaßen allerdings nur die Condoraner. Ein Soosten-Treffer wurde wegen fragwürdiger Abseitsstellung nicht anerkannt (28.), während Brendel nach einem wunderbaren, von Bub eingeleitetem Konter am Reinbeker Torwart scheiterte (31.).
Nach einer halben Stunde musste der „Sechser“ Michael Behn mit einer Knöchelverletzung vom Platz und konnte erst wieder in den Schlussminuten eingewechselt werden. Die daraus resultierenden Umstellungen machten sich jedoch überraschenderweise nicht negativ bemerkbar. Meik Ehlert, der aufgrund von Knieproblemen nicht selbst auflaufen konnte, impfte seinen Kollegen zur Pause noch einmal die richtige Siegermentalität ein. Mit Erfolg. Die Abwehr stand weiter sicher, ließ keine Hockaräter des Gegners zu, und als der starke Oliver Kiekbusch nach Ecke von Bub das 2:1 erzielte (60.), lag der Sieg plötzlich in greifbarer Nähe. Für die Entscheidung sorgte Brendel, der nach Pass von Ronny Henning zum 3:1-Endstand traf (69.). „Die Reinbeker waren der ganz klare Favorit“, so Dieter Jaetsch, der die Farmsener seit Jahren coacht. „Es ging eigentlich nur um die Höhe unserer Niederlage. Aber gerade dieser Umstand hat uns heute besonders angespornt.“
Nachdem die „Ü40“ des SC Condor im vergangenen Jahr bereits in der zweiten Pokalrunde gegen den SC Vier- und Marschlande ausgeschieden waren, gab es diesmal klare Siege gegen TuS Berne (5:0) und den Duvenstedter SV (6:0), und auch im Halbfinale gegen Moorburg hatte man beim 3:0-Erfolg wenig Mühe. Nur zweimal wurde das Team richtig gefordert. Beim 2:0 über den FC Türkiye und vor allem im Viertelfinale gegen den Niendorfer TSV, als man bereits 0:2 zurücklag, ehe Nils Roschlaub und Michael Biermann der Anschlusstreffer beziehungsweise der Ausgleich gelangen. In der Verlängerung wurde der eingewechselte Andreas Sucker zum Matchwinner, der sein Team nicht nur in Führung schoss, sondern auch zum 4:2 Endstand traf.
Nicht ganz so gut wie erhofft schlug sich der Farmsener TV in der Meisterschaftsrunde. Sechsmal in Folge hatten Kapitän André Rossky und sein Mitstreiter den Staffelstieg eingefahren, doch diesmal musste sich das Team mit Platz zwei begnügen. Zwar gewann das Team 16 seiner 22 Spiele, doch die letztlich entscheidenden Partien gegen den neuen Meister TSV Wandsetal wurden 1:2 beziehungsweise 1:3 verloren. Auch gegen die HT 16 (2:3) und den SV Tonndorf-Lohe (0:1) wurde etwas überraschend verloren. Hinzu kamen zwei Unentschieden. Von den insgesamt 69 geschossenen Toren erzielten Sven Brendel und Dennis von Soosten etwa die Hälfte.
„Letztlich ist Wandsetal mit fünf Punkten Vorsprung verdient Meister geworden“ so Coach Dieter Jaetsch. „Bei weniger Verletzungen, wäre vielleicht mehr möglich gewesen.“
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