VSG Stapelfeld wieder auf Abstiegsplatz

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Stapelfelds Marcel Schuldt (l.) im Zweikampf mit Daniel Cobelas y Hübner Foto: Hoyer
 
Dominik Alberts (l.) und Lukas Thominsky (r.) beglückwünschen Ronny Pawzik zum Ausgleichstor Foto: Hoyer

Schmerzliche 1:3-Niederlage gegen SC Condor. Zu unentschlossen vor dem Tor

Von Thomas Hoyer
Farmsen
Eine schmerzliche 1:3-Niederlage kassierte Kreisligaaufsteiger VSG Stapelfeld bei der „Dritten“ des SC Condor. Schmerzlich deshalb, weil die Mannschaft im ersten Spielabschnitt eine sehr ordentliche Vorstellung bot, dabei aber mit einer Ausnahme leider das Toreschießen vergaß. Bei einem Sieg hätte sich das Team von Trai-ner Sebastian Degenhardt etwas von der Abstiegszone absetzen können. So aber bleibt es dabei: Nur der Klassenerhalt zählt. Die Partie begann für die Stapelfelder mit einem echten Schock. Gerade 80 Sekunden waren gespielt, da hatte die linke VSG-Abwehrseite einen Aussetzer. Nach flacher Hereingabe von Marvin Mückner traf Daniel Cobelas y Hübner aus elf Metern zum 1:0 für Condor. Die Truppe von Trainer Degenhardt ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Nur sechs Minuten später erzielte Ronny Pawzik mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck den Ausgleich. Davon sichtlich beflügelt präsentierten sich die Stapelfelder in der ersten Halbzeit als die bessere Mannschaft, ließen aber die daraus resultierenden Möglichkeiten ungenutzt. Ein direkter Freistoß von Dennis Schmidt war zu schwach geschossen, während ein Schuss von Marko Schultz abgeblockt wurde und Marcel Schult nur den Außenposten traf (11./ 22./ 28.). Die größte Chance vergab Schultz, mit vier Toren bisher bester Schütze der VSG, nach einem langen Ball von Lukas Thominsky in die Spitze, als er freistehend den Ball nicht nur über Condors Keeper Nicola Simon hob, sondern auch über das Tor (30.). Und sechs Minuten später war es abermals Schultz, der mit dem nächsten Hochkaräter am Farmsener Schlussmann scheiterte. Einmal waren auch die Gastgeber dem 2:1 ganz nahe, als VSG-Torwart Nicolas Rodriguez Sabur ohne Not sein Tor verließ – zwei Abwehrspieler hätten noch eingreifen können – und ein Kicker der Platzherren anschließend das leere Gehäuse nur knapp verfehlte (32.). Stapelfelds ausgelassene Chancen sollten sich nach der Pause bitter rächen. Mit einem Fallrückzieher nach Flanke und Kopfballablage brachte der starke Mückner Condor erneut in Führung (53.). Und eine Viertelstunde später war es wieder Mückner, dem per Kopf nach Ecke von Lukas Hemkhaus das vorentscheidende 3:1 gelang (68.). Danach setzten die Stapelfelder alles auf eine Karte, um das Blatt noch zu wenden, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Das Team kam zu einigen Ecken, daraus resultierende Kopfbälle von Marco Franz und Torben Olfsen verfehlten aber das gegnerische Gehäuse. Ein Schuss von Thominsky wurde von einem Farmsener mit letztem Einsatz geblockt.
Nach dem Aufstieg in die Kreisliga gab es im Kader der Stapelfelder nur wenige Veränderungen. Mit Felix Voges und Jeffery Grossmann wechselten allerdings zwei wichtige Mittelfeldspieler zur „Zweiten“ des tus Berne. Eine der entstandenen Lücke konnte durch Basir Qul geschlossen werden, der von Haak Bir kam. Auch Patrick Soltys, der zweite Neue, der früher schon einmal das VSG-Dress trug und damals beruflich bedingt aufhören musste, ist bereits bestens integriert. Mit dem bisherigen Abschneiden seiner Truppe kann Trainer Degenhardt nur bedingt zufrieden sein. Sieben Niederlagen, darunter ein grottenschlechtes 2:8 bei der „Zweiten“ von TuRa Harksheide, stehen erst drei Siege gegenüber, so dass die Mannschaft nach dem 1:3 bei Condor auf einem Abstiegsplatz zurückgefallen ist. Gute Leistungen wie gegen Friedrichsgabe (1:0) und Poppenbüttel II (4:2) lassen jedoch auf den Klassenerhalt hoffen. „Wir müssen einfach viel entschlossener vor dem Tor agieren und unsere Chancen besser nutzen“, so Sebastian Degenhardt. „Das Team muss an sich glauben.“
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