Wieder nur der zweite Platz

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Wie in dieser Szene Marlene Moll (r.) gingen Condors Kickerinnen mit vollem Einsatz zur Sache
 
Die C-Juniorinnen des SC Condor spielten trotz der Niederlage im Pokalfinale eine tolle SaisonFotos: Thomas Hoyer

C-Junioren-Fußballerinnen des SC Condor verlieren Pokalfinale knapp mit 1:2

Von Thomas Hoyer

Farmsen Die Hoffnung, auf der HFV-Sportanlage an der Jenfelder Allee den Hamburger Pokalsieg zu feiern, hat sich für die Fußball-C-Juniorinnen des SC Condor nicht erfüllt. Mit 1:2 zog das Team gegen den SC Vier- und Marschlande den Kürzeren. Nach Platz zwei in der Punktspielrunde ist die Mannschaft nun wieder kurz vor dem Ziel gescheitert. Dennoch besteht für die Farmsenerinnen kein Grund zur Traurigkeit.

In der abgelaufenen Saison hatte sich das Team in Topform präsentiert und in Hamburgs höchster Spielklasse, der Verbandsliga, hinter dem ETV Platz zwei errungen. Käpitänin Annika Bamberger und ihre Mistreiterinnen gewannen
19 ihrer 22 Punktspiele. Insgesamt gehören zum Team 17 Mädchen der Jahrgänge 2002 und 2003. Von der erfolgreichen Truppe, die 2013 Staffelmeister war, den Hallentitel geholt hatte und darüber hinaus auch den Hamburger Pokalsieg feiern durfte, stehen mit Celia Mogk, Stina Geigk, Marie Ludwigsen und Clara Funk noch vier Kickerinnen im aktuellen Aufgebot. „Unsere Mannschaft hat sich spielerisch und technisch weiter entwickelt, was sich insbesondere in der Offensive bemerkbar macht“, so Michel Tebeck, der mit Udo Ludwigsen ein erfolgreiches Trainergespann bildet. „Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist prima. Platz zwei im Pokal und in der Meisterschaft - das kann sich wirklich sehen lassen.“

Der Weg ins Finale

Auf dem Weg ins Pokalfinale hatten die Farmsenerinnen, die seit August 2016 auf dem 11er-Feld spielen, mit dem HSV und dem Eimsbütteler TV zwei schwere Brocken aus dem Weg geräumt. Gegen die Rothosen gab es in Runde zwei einen 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen. Im Halbfinale trafen die Condor-Mädchen dann auf den seit langer Zeit ungeschlagenen Topfavoriten ETV, gegen den die beiden Punktspiele verloren gingen. Ganz gezielt auf diese Partie vorbereitet, lieferte die Mannschaft ihre mit Abstand beste Saisonleistung ab und gewannen am Ende durch ein Tor von Marie Ludwigsen mit 1:0, womit der Einzug ins Endspiel perfekt war. Die übrigen Partien im Pokal wurden zuvor gegen SV Lieth (3:0), SC Eilbek (4:2) und den FC St. Pauli (3:0) gewonnen.
Im Finale gegen den SC Vier- und Marschlande waren vor rund 250 Zuschauern sechs Minuten gespielt, da hatte der Gegner die Chance zum 1:0, traf aber das leere Tor nicht. Kurz darauf konnte Torhüterin Christina Elias einen Schuss parieren. Die jungen Farmsenerinnen machten es gleich bei ihrem ersten gefährlichen Angriff besser: Nach feinem Pass von Marie Ludwigsen ließ Lena Baesecke der SCVM-Keeperin aus acht Metern keine Chance. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen. Weitere Höhepunkte gab es zunächst nicht. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel führte dann aber ein schwerer individueller Abwehrfehler zum Ausgleich.
In der zweiten Halbzeit diktierte der SCVM das Geschehen auf dem Platz. Dagegen agierte das Team vom Berner Heerweg viel zu harmlos, besaß keine nennenswerte Möglichkeit. Der Siegtreffer für den Gegner fiel in der 54. Minute nach einer schönen Einzelleistung. Zwar war danach noch eine Viertelstunde zu spielen, doch fehlte den Farmsenerinnen am Ende die Kraft, um das Blatt noch einmal zu wenden. „Keine Frage, der Sieg des Gegners geht vollauf in Ordnung“, so Condors Trainer Michel Tebeck. „Beim Gegner hat U15-Nationalspielerin Lina Clausen alles abgeräumt. In den letzten zehn Minuten haben wir leider konditionell ziemlich abgebaut, nur noch mit langen Bällen agiert. Zu wenig, um Vier- und Marschlande noch einmal in Gefahr zu bringen.“
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