CDU befürchtet dauerhafte Schließung

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Im Sommer vier Wochen „dicht“: das Kundenzentrum Bramfeld an der Herthastraße 20 Foto: tel

Kundenzentrum Bramfeld im Sommer vier Wochen „dicht“

Bramfeld Bramfelder die einen neuen Personalausweis oder Reisepass benötigen, sollten sich beeilen: Ausgerechnet im Sommer wird das Kundenzentrum (KUZ) Bramfeld an der Herthastraße 20 für vier Wochen dicht gemacht. Noch schlimmer als Bramfeld trifft es das Kundenzentrum Walddörfer: In Volksdorf stehen die Bürger demnächst sogar neun Wochen lang vor verschlossenen Türen. Das Thema „Kundenzentren erhalten“ führte auch bei der jüngsten Bezirksversammlung Wandsbek auf Antrag der CDU zu heftigen Debatten unter den Kommunalpolitikern.
Die Fakten, so wie sie sich derzeit darstellen: Das Kundenzentrum Bramfeld wird nach den Plänen des Bezirksamtes (BA) vom 13. Juli bis 7. August vollständig geschlossen. Das – wegen Urlaubs arg ausgedünnte – Personal soll laut BA in diesen vier Wochen in anderen Kundenzentren eingesetzt werden. Neben Bramfeld trifft es auch das KUZ Walddörfer (Farmsener Landstraße), das sogar vom 22. Juni bis 21. August dicht gemacht wird. Während der Schließungen sollen die Bürger nach den Plänen des Bezirksamtes in die Kundenzentren Kern (Schloßstraße), Alstertal (Wentzelplatz) oder Rahlstedt (Rahlstedter Straße) ausweichen. Über die üblichen Öffnungszeiten hinaus werden zusätzliche Terminzeiten für Bürger mit eiligen Angelegenheiten zur Verfügung gestellt, heißt es. In einer Presseerklärung räumt das Bezirksamt ein, dass die Schließungen genau in die Zeit fallen, in der die „Nachfrage besonders hoch“ ist und spricht in diesem Zusammenhang von „angemessenem und gutem Service“ durch die Konzentration der Dienstleistungen auf bestimmte Kundenzentren. Kritik daran kam vor allem von Franziska Hoppermann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU: „Am Anfang standen Stellenkürzungen. Und diese Personaleinsparungen erfolgten auf Kosten der Bezirke und der Mitarbeiter.“ Hoppermann sieht die Mitarbeiter „auf Dauer überfordert und überlastet“ und die Aufrechterhaltung des normalen Angebots vor Ort mittelfristig für gefährdet. Als Alternative zu den sommerlichen Totalschließungen fordert die CDU, dass alle Kundenzentren wenigstens an zwei Tagen pro Woche geöffnet bleiben sollen. Lars Kocherscheid-Dahm (SPD) hält dagegen: „Die CDU will offensichtlich den KUZ-Mitarbeitern ihren wohlverdienten Urlaub vorenthalten.“ Für den Standort Herthastraße in Bramfeld sieht der CDU-Bezirksabgeordnete Sandro Kappe sogar auf Dauer schwarz: „Schon im vergangenen Jahr haben wir vergeblich die Rücknahme des erfolgten Personalabbaus und eine Standortsicherung gefordert. Möglicherweise war die Verlegung des Sozialen Dienstleistungszentrums nach Wandsbek bereits der erste Schritt, um das gesamte Kundenzentrum Bramfeld komplett zu schließen.“ (tel)
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