Hilfe für Kinder in Äthiopien und SÜDAFRIKA - aktualisiert

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Äthiopien - am Lake Awassa.
Die Kinder am Horn von Afrika erfahren Hunger, bedingt durch den Klimawandel (Somalia), Bürgerkrieg (SüdSudan), Krieg (Jemen), Misswirtschaft (Eritrea) und Vertreibung. Ein furchtbarer Start ins Leben, insbesondere für die Kleinen. Wir bemerken wieder einen Anstieg der Flüchtlingszahlen. Die Weltöffentlichkeit ist zumeist mit Erdogan, Trump und Syrien/Irak beschäftigt. Aber Wegschauen hilft nicht!

Äthiopien hatte als Vielvölkerstaat ohne eigenen Hafen 2016 sowohl inner- als auch außeräthiopische Probleme, die auch uns als kleinen Verein EDGET BAANDNET betrafen. So mussten wir z.B. die Bauprojektplanung in der Konfliktregion Oromiya absagen. Der Klimawandel verursacht Not im Lande; Unruhen einzelner Völker (Äthiopien hat ca. 85) verschoben den Fokus der Regierung für einige Zeit. Nach 600 Toten bei Demonstrationen wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Die Probleme in den Nachbarstaaten vergrößerten die Zahl der Flüchtlinge in Äthiopien (Stand 2016: ca. 800.000). Eine langfristig brisante Lage, die auch innenpolitisch Auswirkungen hat.

Seit 10 Jahren sind wir als Verein in Äthiopien tätig. Gestartet wurde das Projekt EDGET während einer vierjährigen Entwicklungshelfertätigkeit in Äthiopien. Die Not der Menschen lässt uns nicht mehr los, "Seeing is believing" ... seitdem werben wir um Projektpatenschaften ab 15 € monatlich, um unsere Hilfsprojekte zu finanzieren. Schwerpunkte: Straßenkinder und Stipendien für Mädchen.
2016 waren wir sehr erfolgreich im Spendensammeln: über alle Bereiche gab es ein "dickes PLUS", so dass wir heute bereits 78 Prozent unserer Kernprojekte allein aus Projektpatenschaften finanzieren können. Machen Sie mit, lassen Sie uns 100 Prozent erreichen! Orientieren Sie sich gern auf unserer WEBSITE über die aktuellen Neuigkeiten ... http://www.edget.org oder rufen Sie uns an.

Am 02. Mai beginnt unsere diesjährige Projektreise, für die wir um weitere Unterstützung werben. Schwerpunkt ist die Evaluation unserer Kernprojekte. Die neue Projektphase 2017 - 2019 wird eingeleitet.

• Wir wollen den Stipendiatinnen gratulieren, die jetzt mit ihrem Studium beginnen, das neue Straßenkinderhaus in Augenschein nehmen (wir zogen in ein neues Haus um und haben jetzt ein größeres Gelände zur Verfügung)...Wir bleiben in der Region Oromiya am Ball und prüfen ein Bauprojekt, das eventuell nach der diesjährigen Regenzeit starten kann. Zwei gemeinnützige Vereine in Beverungen und Halle arbeiten eng mit uns zusammen, um dieses Projekt gemeinsam realisieren zu können.

• Wir prüfen vor Ort einen innovativen Ansatz im Bereich berufliche Bildung, im informellen Sektor, Arbeitstitel: "Generating employment for disadvantaged youth in the sector of Micro and Small Businesses via an innovative, non-formal In-Company-Training" ... Klingt spannend und ist ein Topic, der in der Formellen Entwicklungszusammenarbeit leider nicht häufig im Fokus steht, obwohl die "Hälfte der Erwerbstätigen weltweit im informellen Sektor arbeitet" (Quelle: OECD, http://www.epo.de/index.php?option=com_content&vie...). Das sind mehr als 1,8 Mrd. Menschen!
Die staatliche Entwicklungshilfe zeichnet sich in der Berufsbildung bedauerlicherweise seit Jahrzehnten dadurch aus, dass sie unbelehrbar zu sein scheint.
Die Weltbank stellte noch 2015 fest (in: "Generating employment in poor and fragile states: Evidence from labor market and entrepreneurship programs", Christopher Blattman, Columbia University und Laura Ralston, World Bank), dass die eigentlich notwendigen Ausbildungsprogramme meist auf "Hoffnung" und "Theorie" basieren und weniger auf "Beweisführung". Zumindest wurde selten der Nachweis erbracht, dass die Jugend nach einer Ausbildung auch einen JOB bekam, geschweige denn ARMUT durch diese Programme reduziert wurde. Hier wurde seit Jahrzehnten viel Geld "verbrannt", Steuergeld, fehlgesteuert. Große Organisationen/ Consultants in der Entwicklungszusammenarbeit, wie GIZ, KfW, GOPA, GFA, PEM u.v.m. wiederholten diese Fehlentwicklungen lange mit immer neuen "Aufgüssen" von schlechten Konzepten. Das konnten wir in Äthiopien an vielen Beispielen studieren. Kaschiert wurde dies durch Termini wie "trickle down Effekte", die angeblich die Ärmsten der Armen erreichen... Immerhin ist Besserung in Sicht: Mit dem Konzeptpapier des BMZ von 7/2015 wurden endlich Leitlinien aufgenommen, die Sinn machen: "In der beruflichen Bildung steht im Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit, die Arbeitsmarktorientierung von Berufsbildungssystemen zu verbessern und berufliche Bildung im ländlichen Raum zu fördern. Außerdem arbeiten wir an Qualifizierungssystemen für verschiedene Sektoren, in denen der Fachkräftemangel besonders hoch ist. Schließlich konzentrieren sich unsere Maßnahmen darauf, die berufliche Bildung in der informellen Wirtschaft zu stärken." https://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reih...

EDGET nutzt die Zusagen von 2 Spendern, hier ein Pilotmodell zu entwickeln... die Spenden werden absprachegemäß erst unser Konto erreichen, wenn von allen Seiten Konzept und Aktivitäten abgenickt worden sind. Das dauert noch einige Zeit!

Im August werden wir einem Ruf aus BONN folgen: Das "Känguru Institute for the Disabled", Garthdale, Johannesburg (http://www.kaenguru-foundation.info/), erhält durch uns Hilfe beim Fundraising für ihr Kinderhospiz und die geplante Erweiterung!

Fundraising - das spricht sich mittlerweile rum - findet ja bei EDGET zur Hauptsache im Land selbst statt ("Hilfe zur Selbsthilfe"!!)... wir Hamburger konzentrieren uns auf die erfolgreichen, bestehenden Projekte, die wir als "Kernprojekte" bezeichnen, Innovatives (z.B. die Ausbildungskomponente für Jugendliche, die zwar Arbeit für ihre Familie kennen, aber keine Jobs haben und dringend bessere "SKILLS" brauchen) ... oder Bauprojekte. Darauf lässt sich etwas aufbauen. Der Partner vor Ort (ein gemeinnütziger Verein, eine NGO = Nichtregierungsorganisation) sorgt für Management und wird von uns bei der eigenen Mittelbeschaffung beraten. Diese Beratung gab es von uns auch schon in anderen Ländern (z.B. Tanzania, Uganda u.a.). Jetzt zeigen wir dem kleinen südafrikanischen Projekt neue Wege der Geldbeschaffung auf und vor allem, wie dieses kleine Projekt im Lande wachsen kann. In jedem Fall sind es wieder KINDER & Jugendliche, die von unserer Arbeit profitieren können.

http://www.edget.org
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