Freiluft-Kino in Alsterdorf

Wann? 11.08.2017

Wo? Alsterdorfer Markt 4, Alsterdorfer Markt 4, 22297 Hamburg DE
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Mit dem Film „Mein Leben als Zucchini“ startet die Open Air-Filmreihe Foto: wb
Hamburg: Alsterdorfer Markt 4 |

Drei Filmnächte mit großem Kino im August

Alsterdorf Wenn es langsam dunkel wird rund um Alsterdorf, beginnt die beste Zeit für Kino-Freunde. Denn die evangelische Stiftung Alsterdorf lädt zum Event unter freiem Himmel. Am Freitag, 11. August, startet die Open-Air-Filmreihe auf dem Alsterdorfer Markt. Zum Auftakt läuft „Mein Leben als Zucchini“ ab 21.45 Uhr. Nach dem Buch von Gilles Paris „Autobiografie einer Pflaume“ (2004) entstand der Stop-Motion-Puppentrickfilm über den neunjährigen Icare, der am liebsten Zucchini genannt werden will. Bei seiner Mutter führt er kein glückliches Leben, da sie als Trinkerin nur vor dem Fernseher hockt und selten gutes Essen serviert. Nach ihrem Tod, an dem der Junge nicht ganz unschuldig ist, kommt Zucchini ins Waisenhaus. Darüber kann man sich mit ihm freuen, denn das Heim ist ein Ort der Zuflucht und wird von sympathischen Pädagogen geleitet. Ein einzigartig wie warmherzig erzählter Puppentrickfilm.

„Tschick“ am 18. August

Eine Woche später, am Freitag, 18. August, flimmert „Tschick“ ab 21.30 Uhr über die Leinwand. Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die Ferien allein in der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick, der aus Russland stammt und in Berlin-Marzhan wohnt, mit einem gestohlenem Lada auf. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Regisseur Fatih Akin setzte Wolfgang Herrndorfs Jugendromanbestseller von 2010 für die Leinwand um und hat daraus einen zugleich wahrhaftig und fast altmodisch anmutenden Coming-of-Age-Film gemacht, der die große Freiheit eines Abenteuersommers im geklauten Lada durch ostdeutsche Szenerien feiert.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“ am 25. August

Ganz großes Kino folgt dann ebenfalls am Freitag, 25. August, ab 21.15 Uhr, wenn „Der Staat gegen Fritz Bauer“ gezeigt wird. Fritz Bauer hatte in Deutschland als Jude und Sozialdemokrat im KZ gesessen, war nach Dänemark und Schweden emigriert und nach dem Krieg zurück nach Deutschland gekommen, um im Klima bundesrepublikanischer Verdrängung und Restaurierung NS-Verbrecher vor Gericht zu stellen. Regisseur Lars Kraume hat einen mehrfach ausgezeichneten Verschwörungsthriller mit großartigen Darstellern entstehen lassen. (wb)

Alle Filme werden mit Untertiteln, Audiodeskription und induktiver Höranlage für Hörgeräte- und CI-Träger gezeigt. Funkkopfhörer mit Voranmeldung unter Telefon 50 77 20 20 oder events@alsterdorf.de bis 12 Uhr am Vortag. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: Stiftung Alsterdorf
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