JÜDISCHE RELIGION UND ORGELMUSIK

Wann? 06.11.2016 18:00 Uhr

Wo? St. Nicolaus Kirche , Dorothea-Kasten-Straße, 22297 Hamburg DE
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Central Syagogue NY
Hamburg: St. Nicolaus Kirche |

KERSTIN PETERSEN


spielt an der Walcker-Orgel in St. Nicolaus/Alsterdorf

Werke von Samuel Adler, Herman Berlinski, Louis Lewandowski,
Felix Mendelssohn-Bartholdy u.a.

Rabbinerin Chana Karmann-Lente
im Gespräch mit Sebastian Sprenger

Mit diesem Gesprächskonzert soll an eine Tradition innerhalb des deutschen Judentums erinnert werden, die ihren Ausgang im Jahre 1818 in Hamburg nahm und 120 Jahre später, in der Pogromnacht des 9. November 1938, ihr gewaltsames Ende fand: die Tradition des Orgelspiels in der jüdischen Synagoge.

Die Einführung der Orgel in das jüdische Gotteshaus bedeutete eine Neuerung, an der sich von Anfang an die Geister schieden: Während ihre Befürworter die Orgel als geeignetes Mittel zur Förderung der Andacht sowie zur würdevollen Gestaltung des Gottesdienstes begrüßten, stieß der Einzug eines primär als christlich wahrgenommenen Instruments jedoch zugleich auf starke Vorbehalte innerhalb der jüdischen Gemeinden.
Die Debatte über die halachische (religionsgesetzliche) Zulässigkeit der Orgel im jüdischen Gottesdienst wurde in den folgenden Jahrzehnten mit großer Lebhaftigkeit geführt; sie symbolisiert das Ringen um jüdische Identität im Widerstreit zwischen eher traditions- und reformorientierten Bestrebungen im deutschen Judentum des 19. Jahrhunderts.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
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