Wo in Hamburg Tanz in allen Facetten gelebt wird

Wann? 06.04.2017 bis 15.04.2017

Wo? Jarrestraße 20, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg DE
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Das italienische Team Chiara Bersani (r.) und Marco D‘Agostin nähert sich den Olympischen Spielen an Foto: Thies Rätzke
 
Enge Verbindung: Choreografin Jenny Beyer (li.) und K3-Leiterin Kerstin Evert Foto: flü
Hamburg: Jarrestraße 20 |

Kampnagel ist seit zehn Jahren das Zentrum für Choreografie – Festival zum Geburtstag vom 30. März bis 8. April

Von Miriam Flüß
Winterhude
In drei Studios dreht sich seit 2007 im K3 auf dem Kampnagel Gelände alles um den Zeitgenössischen Tanz. 1605 Künstler aus aller Welt haben seit der Gründung hier Station gemacht, 13.689 Tanzprofis haben in Workshops und bei Trainings geschwitzt, 25.314 Menschen jeden Alters haben Tanz vermittelnde Angebote wahrgenommen. 787 herrenlose Kleidungsstücke sind gefunden worden, darunter 141 einzelne Socken. Vor zehn Jahren, Ende März 2007, starteten auch die ersten drei Choreografinnen ihre achtmonatige Residenz am frisch im Rahmen der Initiative Tanzplan Deutschland (Kulturstiftung des Bundes) gegründeten choreographischen Zentrum K3 auf Kampnagel. Darunter die Hamburgerin Jenny Beyer, die regelmäßig am K3 choreografiert und unterrichtet.

Zeitgenössischer Tanz


„Hier wird Verständnis für zeitgenössischen Tanz auf praktischer Ebene vermittelt“, so K3-Leiterin Kerstin Evert. Evert hat das Zentrum entwickelt, das heute ein international ausstrahlendes vernetztes Kompetenzzentrum für zeitgenössischen Tanz, künstlerische Forschung und Tanzvermittlung ist. Das gemeinsame Erforschen der künstlerischen und gesellschaftlichen Potentiale von Tanz ist die zentrale Grundlage der Arbeit. Dies richtet sich regelmäßig auch an interessierte Laien, für die in Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule sowohl praktische als auch theoretische Einblicke in die Welt des zeitgenössischen Tanzes gewährt werden. Hemmschwellen muss bei Angeboten wie Trainings-Workshops mit internationalen Choreografen niemand haben: Mitmachen können Menschen jeder Altersgruppe, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Festival „togetherapart“


Das Festival „togetherapart“ knüpft vom 30. März bis 8. April an die Arbeit der vergangenen zehn Jahre an und nähert sich choreografisch dem Zusammenhalt in Europa. Das isländische Kollektiv Marble Crowd, Arkadi Zaides aus Israel und das italienische Team Chiara Bersani und Marco D’Agostin setzen sich aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven mit Aspekten des realen und ideellen Zusammenhaltes auseinander. In die dunklen Wälder menschlicher Ängste nimmt das Kollektiv Deter, Müller, Martin in „In the forest there is“ die Zuschauer mit, und in der Uraufführung „Hamburger Suite“ bringen fünf Choreografen, 20 Jugendliche, ein Komponist und sechs Musiker des Ensemble Resonanz ein Medley aus Tanz und Musik auf die Bühne. Auf dem Symposium werden vom 31. März bis 2. April Möglichkeiten von Solidarität in Produktionsstrukturen diskutiert.Am 30. März steigt die große Geburtstagsparty.

Weitere Infos:K3 Zentrum für Choreographie; Tickets: Kampnagel

Jenny Beier


Jenny Beier, 1981 in Hamburg geboren, begann im Alter von drei Jahren zu tanzen und besuchte John Neumeiers Ballettschule: „Bis dahin hatte ich wenig Berührungspunkte mit Modernem Tanz. Als ich nach dem Abi zur Tanzausbildung nach Rotterdam ging, war das ein Augenöffner.“ Nach der Ausbildung entschied sich Beyer gegen das Leben als freie Tänzerin, das aus Audition-Besuchen und der ungewissen Frage nach dem nächsten Engagement besteht. Beier trainiert mit Profis und Laien am K3 und inszeniert für Kampnagel – derzeit im Rahmen einer dreijährigen Projektförderung. In dieser Phase konzipiert sie eine Trilogie, deren dritter Teil im Herbst zu sehen sein wird. „Das Zentrum ist ein wichtiger Ort für die freie zeitgenössische Tanzszene. Der fehlte in Hamburg“, resümiert Beyer. Weitere Infos: Treffen Total
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