Bericht über die Auftaktveranstaltung der Stadtwerkstatt - "Dynamische Stadt - Wachsen im Dialog" (Freitag, 04.05.2012)

Anzeige
Hamburg: Kampnagel | Die 850 Plätze der Halle K6 (Kampnagel) waren fast alle besetzt, das Publikum bestand überwiegend aus Vertretern der deutschen Mittelschicht.

Nach einer erfreulich kurzen Begrüßung durch Jutta Blankau (Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt) folgte ein kurzer Werbefilm (http://vimeo.com/40230395) für die Stadtwerkstatt, der außer dem Hinweis, dass öffentliche Gebäude außerhalb der Öffnungszeiten besser von den Bürgern genutzt werden können sollten, nichts nennenswertes enthielt.

Nach dem Werbefilm kam dann passenderweise der 30 minütige Lobgesang von Olaf Scholz (Erster Bürgermeister) auf sich und seine Einparteienregierung.

Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von Herbert Schalthoff (TV-Moderator) insgesamt gut moderiert. Anfänglich wirkte die Diskussion noch etwas steif und gescripted, was sich im weiteren Verlauf dann aber glücklicherweise legte. Die Diskussion verlief ruhig und sachlich, und es kamen verschiedene Standpunkte zu Wort, von denen ich hier nur einen kleinen Auszug geben kann.
Prof. Friedrich von Borries (HFBK) forderte einen kostenlosen ÖPNV,
Sigrid Berenberg (Kultwerk West) mehr Mut und Optimismus auf Seiten der Bevölkerung,
Iris Neitmann (Architektin) kurze Wege und eine homogenere Zusammensetzung der Stadtviertel,
Prof. Philipp Rode (London School of Economics) (Wassterstoffbetriebene) Busse die auch durch Gebäude fahren können,
Jean-Jaques de Chapeaurouge (Geschäftsführer Norddeutsche Grundvermögen) geringere Belastungen für Vermieter in der Innenstadt,
Olaf Scholz mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Tatsache dass Hamburg entgegen dem Deutschlandtrend in Zukunft mehr Bürger haben wird als heute.

Im Anschluss daran gab es für das Publikum die Möglichkeit Fragen an das Podium zu stellen. Dies nutzen Lobbyvertreter (z.B. Langenhorn 73, ADFC,...) um in ausschweifenden Monologen das Publikum und Podium mit Informationen zu ihrer Organisation und alten Sachverhalten zu langweilen. Hier hätte sich nicht nur der Moderator mehrmals gewünscht, die Mikrofone stillschalten zu können.
Die wichtige Frage "Was sind eigentlich die Spielregeln der Stadtwerkstatt?" wurde leider nur mit einem Hinweis auf eine Senatsdrucksache abgebügelt.

Am Ende gab es für die anwesende Mittelschicht noch die Möglichkeit sich bei Snacks und Getränken auszutauschen, und für mich blieb am Ende die Frage auf wessen Kosten diese Veranstaltung eigentlich geht.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige